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Dystopie

Rezension

Rezension // Markus Heitz – DOORS X – Dämmerung (Doors Staffel #1)

Nach der kostenlosen Pilotfolge “DOORS – Der Beginn” galt es sich zu entscheiden: Welches Handlungsszenario um die Rettungsaktion von Anna-Lena van Dam in der mysteriösen Tunnellandschaft sollte es sein? Da ich mich nicht entscheiden konnte, sind alle drei auf meinem Lesestapel gelandet und ich begann mit „Dämmerung“.

Obwohl der vielfältige Schreibstil von Markus Heitz mich eigentlich immer mitreißt, dämmerte mir nach einigen Seiten, dass mir der dämonische Aspekt dieser Türenlandschaft zu unbestimmt war. Das Böse und die Bedrohung ist hier nicht wirklich greifbar und dadurch packte mich die Handlung nicht wirklich.

Es gibt für das Suchteam allerdings einen kleinen Ausflug in eine dystopische Zukunft. Eine Zukunft in dem eine Stimme in der Politik erkauft werden kann und damit die Minderheiten durch die Kriminalität eine neue Dimension erreichen. Ein Aspekt, der einen nachdenklich stimmt und ein paar mehr Seiten verdient hätte.

Hätte ich durch diese Handlung nicht noch etwas mehr Einblicke auf das Team gewonnen, hätte ich dieses Buch vermutlich schlechter bewertet.

© Sonja Kochmann

 

Aber diese drei Bücher sind meiner Meinung nach doch als großes Ganzes zu sehen. In jedem Buch werden andere Aspekte näher beleuchtet und deuten die Handlungsvarianten in den anderen beiden Büchern an: Teammitglieder, die Türen, die Bedrohung, die van Dams.

Markus Heitz scheint allerdings dadurch seine Protagonisten gezielt einzusetzen. In jedem Buch stirbt ein bestimmtes Teammitglied, weil es einfach zu überheblich oder zu dämlich ist. Bei den anderen bestimmt sich dies wohl nach Wichtigkeit im Rahmen des Szenarios.

Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Für dieses Buch vergebe ich 5 von 10 Punkten, da es mich nicht wirklich gepackt hat. Aber ich verrate schon so viel, dass ich froh bin, die anderen beiden (DOORS! – Blutfeld und DOORS? – Kolonie) gelesen zu haben!

 

Verlag: Knaur TB

erschienen: 2018

Seiten: 288

ISBN: 978-3426523872

 

Rezension

Rezension // Anna Nigra – Cecilia: Wenn die Sterne Schleier tragen (Cecilia #1)

 

© Sonja Kochmann

Ich habe dieses Buch bei vorablesen gewonnen und dieses ebook (das natürlich auch in Papierform erhältlich ist) mit royalem Flair hat mich wirklich begeistert.

Der Schreibstil von Anna Nigra lässt sich leicht und locker lesen und bis auf die “fiesen Protagonisten” habe ich mich schnell mit den sympathischen Figuren des Buches angefreundet.

Bereits im Prolog stellt sich die Frage, wem wurde hier der Kopf verdreht. Wer hat sich hier verliebt?

Denn auf den nächsten Seiten erfahren wir, dass Cecilia Prinz Noran von Europa aus politischen Gründen heiraten soll. Welche? Man dürfte gespannt sein, denn das scheint trotz der Verbundenheit der Väter erst einmal ungeklärt.
Interessant scheint auch ein angeführter Konflikt mit Amerika zu sein, denn der Leser erfährt von einem Krieg, der die Regierungen der Länder veränderte. Ein royales Jugendbuch mit Dystopie!

Das gelbe Cover zielt auf das Familienwappen der Königsfamilie ab und Cecilia muss ihre eigenen Wünsche bereits recht früh bei der Kleiderwahl zurückstellen. Denn als zukünftige Königin soll auch die Kleidung zur Etikette und zum erwarteten Gesamtbild passen. Das Gesamtbild: Kleider, hohe Schuhe, Jungfräulichkeit und Anstand antiquiert oder angepasst ?!

Die Presse und auch das Volk reagieren ähnlich, wie wir es vor Kurzem bei Prinz Harry und Meghan im TV gesehen haben. Wer also gern royale Geschichten liest, ist hier genau richtig.

Doch die aufkeimende zarte Liebe umfasst nicht nur Cecilia und Noran. Denn Cecilia kann sich hervorragend mit dem jüngeren Bruder Prinz Elias fetzen. Und auf diesen smarten Wildfang hat Cecilias Schwester Marissa ein Auge geworfen…..Eins ist klar; die unbeschwerte Zeit ist vorbei.

Im Palast gibt es natürlich auch Intrigen und dann…hat das Buch einen bombastischen Cliffhanger und der angefixte Leser muss noch einige Monate bis zum nächsten Band warten. Dennoch vergebe ich volle Punktzahl und hoffe auf baldige Veröffentlichung des Folgebands. Den Verlag und die Autorin habe ich neu entdeckt und werde ich unbedingt im Auge behalten.

Verlag: A TREE AND A VALLEY
erschienen: 2018
Seiten: 399
ISBN: 978-3947357062

 

Rezension

Rezension // Edward Ashton – Hagerstown

Ein Video von Hagerstown im Internet zeigt Leichen. Doch dieses Video verschwindet aus dem Internet. Genauso wie alle Bewohner von Hagerstown. Jeder der Nachforschungen anstellt, wird zur Zielscheibe. Ein scheinbarer Krieg zwischen “Unveränderten” und gentechnischen Modifizierten bricht aus.

Als ich den Klappentext gelesen und die Einordnung “Thriller” gesehen habe, dachte ich gleich: super, klingt spannend und ist etwas für mich.
Doch was ich nicht wusste, die Bezeichnung “Thriller” ist falsch. Meines Erachtens handelt es sich um eine Dystopie mit einer Menge Science Fiction! Und dies ist eigentlich so gar nicht mein Genre.

Die ersten Seiten habe ich gar nicht verstanden, in welches Zukunftsszenario ich da geraten bin. Kapitelweise wurden andere Protagonisten vorgestellt, deren Zusammenhang erst nach und nach offenbart wurde. Die gentechnischen Modifikationen und auch der technische Fortschrift waren mir teilweise zu viel und auch zu langweilig.

Warum ich das Buch dennoch ausgelesen habe? Das Buch hat in dieser komplizierten Handlung ordentlich Gesellschaftskritik versteckt: wie weit darf der technische und medizinische Fortschritt gehen, kann Technik ein Eigenleben entwickeln, wie weit darf der Staat eingreifen?

Hinzu kam, dass die Protagonisten sich ständig witzige und dynamische Wortgefechte geliefert haben, so dass ich teilweise doch schmunzeln musste.

Alles interessante Aspekte, so dass ich doch wissen wollte, wie es ausgeht. Ich vergebe 5 von 10 Punkten. Ich empfehle das Buch aber dennoch all denen, die Dystopien mit hohem SciFi Anteil gefallen.

Verlag: HarperCollins
erschienen: 2017
Seiten: 352
ISBN: 978-3959670821

 

© Sonja Kochmann