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Kinderbuch

Rezension

Rezension // Tom Belz, Carolin Helm – Kleiner Löwe, großer Mut: Eine Mutmachgeschichte inspiriert von Tom Belz

Mutmachgeschichten sind toll. Daher war ich neugierig wie es dem kleinen Löwen in dieser Geschichte so ergeht.

Tobe hat nämlich durch einen Unfall eins seiner starken Löwenbeine verloren. Doch er ist ja immer noch ein kraftstrotzendes mutiges Löwenkind.

Er liebt es zu brüllen, zu spielen und in der Sonne zu brutzeln. Doch die Tiere seiner Umgebung haben nur Unverständnis für seine Situation und seine Wünsche und wollen ihn schonen. So muss er im Laufe der Geschichte die Tiere immer wieder auffordern mit ihm normal umzugehen. Es bedarf erst einer Ansage und dann „geht es“.

Die Szenen sind mit wundervollen Illustrationen gestaltet, die einen verschmitzten kleinen Löwen und seine Umgebung zeigen. Doch es empfiehlt sich genauer Hinzugucken, um kleine Details zu entdecken; wie kleine Käfer, die einen riesen Schreck vor dem Löwengebrüll bekommen oder Nilpferde mit Taucherbrille.

Mit einem richtigen Schubs durch echte Freunde und Ermutigung, kann man auch große Herausforderungen schaffen. Das Buch ist eine Aufmunterung, die Welt zu erkunden, egal welches Handicap man hat. Man muss seine eigenen Erfahrungen machen.

Mein Sohn und ich fanden dieses farbenfrohe Buch wirklich toll und man merkt diesem Buch das Herzblut des Autors Tom Belz an, der selbst im Kindesalter ein Bein einbüßen musste. Ich vergeben volle Punktzahl und kann dieses Buch wirklich all denen empfehlen, die einfach mal eine Mutmachgeschichte brauchen oder in einer ähnlichen Situation stecken. Das Buch hat die Altersempfehlung ab 4 Jahre, dem ich durchaus zustimme.

 

Verlag: arsEdition

erschienen: 2020

Seiten: 32

ISBN: 978-3845837598

Rezension

Rezension // Annette Maas – Mein weit gereister Erdbeerjoghurt: Wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst

Auf dieses Buch bin ich tatsächlich durch Zufall gestoßen. In der Tat finde ich aufgrund einer Ernährungsumstellung innerhalb der Familie vor nun mehr fast 2 Jahren das Thema immer noch sehr interessant und unser Sohn fragt häufig nach, so dass ich dieses Buch (ergänzend) zum Erklären wirklich empfehlen kann.

Das Buch baut logisch auf und erklärt mit kleinen überschaubaren Texten, Bildern und Grafiken ohne zu überfordern. Die Bilder sind unterschiedlich gestaltet und vielfältig angeordnet, so dass die Aufmerksamkeit nicht leiden muss.

Das Buch ist auch nicht nur etwas für Kinder. Ich finde es auch für Erwachsene geeignet, die nur mal einen raschen Überblick benötigen und nicht mit zu vielen Fakten erschlagen werden wollen.

Den Einstieg machen pupsende und rülpsende Kühe und damit hat man die Aufmerksamkeit der Kinder schon mal sicher. (Das Buch ist inhaltlich aber durchaus ernst zu nehmen.) Man erhält u.a. einen Einblick in die Landwirtschaft und die Produktion der Grundnahrungsmittel. Welche sind das überhaupt? Und was ist ein ökologischer Fußabdruck?

Es wird das Bewusstsein für die Tricks der Werbung und die Fallen der Lebensmittelindustrie (Zucker, Vermarktung, Verpackung) gefördert. Es wird erklärt, warum einheimische Produkte bei Weiterverarbeitung häufig doch noch weit reisen und wie man trotz all dieser Fakten und Tatsachen noch Spaß und Appetit am Essen haben kann.

Denn Essen müssen wir und was wir alles für eine gesunde Verdauung benötigen (Fett, Vitamine, Eiweiß, Ballaststoffe und Kohlehydrate) wird anschaulich erklärt und wenn man dabei aufgrund von kotzenden Bienen (Honigproduzenten arbeiten nun mal so) auch noch dabei lachen kann, ist das einfach ein gelungenes Sachbuch: volle Punktzahl.

 

Verlag: arsEdition

erschienen: 2020

Seiten: 80

ISBN: 978-3845834474

Rezension

Rezension // Cally Stronk – Leonie Looping: Kleine Robbe in Not (Leonie Looping #7)

Obwohl mein Sohn Justus und ich festgestellt haben, dass diese Reihe eher etwas für Mädchen ist, waren wir aufgrund des Themas „Plastikmüll“ gespannt, wie es der Autorin gelingt, dieses wichtige Thema in eine Geschichte für Kinder zum Vor- und Selberlesen zu verpacken.

Verpackung. Müll. Plastik. Alles ist in unserem Alltag zu finden. Leider auch am Strand. Denn dort machen Leonie und die Schmetterlingselfen Urlaub. Sie sind entsetzt, wie der Strand aussieht und das die Tiere dort darunter leiden müssen.

Der erneute Perspektivwechsel des Mädchens Leonie zur Elfe zeigt den kleinen Lesern auf, wie gefährlich der Müll ist. Müll sortieren und vernünftig entsorgen, steht auf dem Programm. Oder kann man vielleicht bereits beim Ursprung Müll vermeiden? Das Buch geht kindlich an dieses Thema heran und bietet sogar Plastikspartipps.

Leonie und ihre Freunde bekommen übrigens echt friesische Fremdenführer vom Wattwurm bis zur Möwe ist alles dabei. Einziger Kritikpunkt: der Dialekt der Möwe, dieser war zwar für den erwachsenen Vorleser witzig, für den Erstleser jedoch sehr schwer zu verstehen. Ich vergebe daher 9 von 10 Punkten.

 

Verlag: Ravensburger Verlag GmbH

erschienen: 2019

Seiten: 100

ISBN: 978-3473361281