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Ullstein

Rezension

Rezension // Taylor Jenkins Reid – Daisy Jones and The Six

Auf geht es in die wilden 70iger mit Daisy Jones und The Six. Die Autorin schildert das Aufstreben einer Band in einer fiktiven Protagonistenwelt in den Ereignissen der musikalischen 70iger.

Da ich von diesem Buch schon sehr viel positives gehört habe, meine Eltern zur Diskogeneration der 70iger gehören und die ein oder andere Schallplatte in meiner Kindheit zu Hause rauf und runtergedudelt wurde, war ich gespannt.

Die Autorin verwendet für die Geschichte um Daisy Jones und die Band The Six einen gewöhnungsbedürftigen Schreibstil: Das ganze Buch ist wie ein Interview der „damals“ beteiligten Personen aufgebaut.

Diese Erzählweise empfand ich leider teilweise als recht zäh. Denn „dann passierte das“ und „jenes war ja so“ und und und …. Manche Gegebenheit verliert sich daher um Geplauder. Ob sich die Autorin mit diesem Erzählstil einen Gefallen getan hat, weiß ich nicht so recht. Es ist damit eher eine Biografie geworden als ein Buch, der Unterhaltungsliteratur.

Inhaltlich war das Buch jedoch sehr interessant. Es beinhaltet Daisy Jones‘ Geschichte. Ein junges Mädchen, dass sich aus Langeweile der Disco- und Musikszene anschließt und feststellt, dass sie nicht nur Groupie und Muse der Musiker sein will, sondern auch selbst gerne und gut singt und Songs schreibt. Dabei sind Partys, Drogen und freie Liebe an der Tagesordnung. Parallel dazu gründet sich die Band The Six und schafft nach und nach den Weg an die Charts. Doch das gewisse Etwas fehlt und irgendwann steuert Daisy ihre Stimme und ihre Kreativität bei.

Man erfährt von Pleiten, Pech und Pannen der Band auf Touren, Interviews und das Familie nicht unbedingt mit diesem wilden Leben vereinbar ist. Auch das Miteinander der Band ist nicht unbedingt einfach. Denn es kommen immerhin 7 Köpfe zusammen, die alle ihre eigenen Vorstellungen und Charaktere mitbringen.

Ein Teil der Lieder, die natürlich fiktiv im Werdegang der Band entstanden sind, sind hier auf Englisch abgedruckt und beinhalten wunderschöne Texte. Der Leser erfährt quasi hautnah, woher die Inspiration zu diesen Texten kam. Hier hätte ich mir jedoch für alle Leser, die nicht Englisch verstehen können, ein paar Fußnoten für das Verständnis gewünscht.

Da dieses Buch etwas Abwechslung in meinem Lesealltag gebracht hat und mir lediglich der Schreibstil etwas schwer gefallen ist, vergebe ich 8 von 10 Punkten.

 

Verlag: Ullstein Hardcover

erschienen: 2020

Seiten: 368

ISBN: 978-3550200779

Rezension

Rezension // Penny Reid – Love factually (Knitting in the City #1)

Janie hat eine Pechsträhne; erst trennt sie sich von ihrem treulosen Freund, dann verliert sie ihre Wohnung und schließlich ihren Job. Als sie aus dem Gebäude ihres Arbeitgebers geleitet wird, trifft sie ausgerechnet auf den attraktiven Securitymann Quinn, dem sie darauf hin immer wieder begegnet. Zufall oder Absicht? Als sie dann noch ein Angebot bekommt, dass sie nicht ausschlagen kann, passieren allerhand Dinge gleichzeitig…

Janie ist eine kompliziert denkende und schrullige Protagonistin. Sie ist hoch intelligent und ist schnell überfordert, wenn es persönlich wird. Da sie in einer Familie aufgewachsen ist, in dem vieles nicht rund lief, sind ihre einzigen echten Bezugs- und Vertrauenspersonen Elizabeth und die Frauen ihres Strickkreises (daher der Name der Reihe Knitting in the City).

Ihren persönlichen Wert erkennt sie nicht. Sie sieht sich als plump, zu groß und unattraktiv, was Quinn offensichtlich nicht teilt. Er ist von ihrer Art zu denken fasziniert und Janie denkt eine Menge und das sprudelt einfach aus ihr heraus.

Auch ich fand die Dialoge und Gedankengänge von Janie amüsant, abwechslungsreich und überraschend gestaltet. Damit werden nicht nur die Leser, sondern auch das Ziel ihrer Begierde überfallen.

Quinn dagegen ist in sich gekehrt und man vermutet als Leser schnell, der Mann ist rätselhaft, aber offensichtlich mehr, als er anfänglich direkt zu gibt.

Für mich war dieser Punkt ein bisschen zu langatmig, denn es braucht recht lange, bis sich für Janie und Quinn die Fronten geklärt haben, obwohl die witzigen Dialoge und die Liebesgeschichte durchaus genug Material für 464 Seiten bieten. Ich vergebe daher 8 von 10 Punkten, bin aber gespannt, wie es mit den anderen Damen des Strickclubs weitergeht, die hier bereits mehrere spektakuläre Szenen hatten.

 

 

Verlag: Forever bzw. Ullstein

erschienen: 2020

Seiten: 464

ASIN: B07ZTPV4KP und ISBN: 978-3548062655

Rezension

Rezension // Audrey Carlan – Lotus House: Heiße Leidenschaft (Lotus House #7)

Tja, da haben wir ihn, den letzten Band der Lotus House Reihe. Monatelang hat Audrey Carlan daran gearbeitet und wir lesen es ganz schnell und warten nun sehnsüchtig auf neue Werke.

Bei dem Klappentext war ich anfänglich etwas irritiert, denn dort heißt es, dass die Besitzerin des Lotus House eine Kündigung für die Räumlichkeiten erhält. Bei der Besitzerin dachte ich erst an Jewel und nicht an ihre Tochter, die junge Luna. Diese hat jedoch das Yogastudio zeitlich irgendwann zwischen Band 6 und 7 übernommen. Sie ist eine Seele an Mensch und ein rothaariger Wildfang, der den Bauunternehmer Grant Winters ordentlich zum Schwitzen bringt.

Sie sucht kurzerhand den Manager der Winters Group auf und vereinbart mit ihm einen besonderen Deal. Er muss Zeit im Yoga Studio und in der gesamten Straße verbringen. Denn nicht nur das Lotus House ist bedroht, sondern auch die Sunflower Bakery, Tattered Pages und das Rainy Day Cafe sind von dem Abriss bedroht.

Damit hat die Autorin die ideale Grundlage geschaffen, im Abschlussband die bekannten und lieb gewonnenen Protagonisten einen Platz auf den letzten Seiten zu geben, um das Lotus House zu beschützen und Luna zu helfen.

Luna und Grant gehören, wie wir erfahren, dem Kronen Chakra an. Die Eigenschaften passen zu den Protagonisten und müssen sich zur Rettung des Lotus House und der Liebe für einander weiter entwickeln und einige Hürden überwinden.

Luna ist ein ziemlicher Gegensatz zu den Goldgräberrinnen, die Grant Bisher gedatet hat. Denn sie geht vom Guten im Menschen aus, liebt das Leben, Yoga und das Essen. Eine wahrlich sinnliche Begegnung für den jungen Mann, das in der einen oder anderen erotischen Szene anschaulich beschrieben wird. Ein harmonischer Schlagabtausch ist natürlich in den Dialogen auch mit dabei.

Audrey Carlan lässt sich im Abschlussband mit Entwicklungen nicht lumpen und sorgt für ordentlich aufzuarbeitende Familiengeschichte und Drama. Das Ende ist zum Seufzen Hoch 3 und daher vergebe ich volle Punktzahl, frage mich aber dennoch, ob es noch einen Band über Coree und Bethany aus dem Rainy Day Cafe geben wird, da sich durch aus eine Perspektive mit dem Architekten ergeben würde und mir diese beiden nun doch zu kurz gekommen sind und beide einen eigenen Band verdient hätten.

 

Verlag: Ullstein

erschienen: 2019

Seiten: 368

ISBN: 978-3548291161