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Weihnachten

Special

Special // Blogger-Adventskalender 2020: Türchen Nummer 7 // Literarische Weihnachten

Auch in diesem Jahr bin ich wieder Teil des Blogger-Adventskalenders, der von der lieben Mona von Tintenhain.de organisiert wird.

© Mona Tintenhain

 

Es ist, wie Euch ja vielleicht aufgefallen ist, Dezember….es ist Weihnachten….

Es begab sich aber zur der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas aus dem Weltbestseller: die Bibel. Eigentlich nicht wegzudenken, denn ohne diese Geschichte gäbe es kein Weihnachten! Immerhin feiern wir an Weihnachten die Geburt von Jesus Christus. (Frei von der Wertung, dass in anderen Glaubensrichtungen und Kulturen auch andere Feste und Rituale zu dieser Zeit gefeiert werden.)

© Mona Tintenhain

Weihnachten kommt von der mittelhochdeutschen Wendung „ze den wihen nahten“, was auf neuhochdeutsch so viel wie „zu den Heiligen Nächten“ bedeutet und genau diese Zeit findet auch in der Literatur viel Beachtung.

Mögt Ihr Weihnachtsbücher? Oder setzen diese Euch zeitlich unter Druck? Schließlich ist es ja etwas komisch, diese im Sommer am Strand zu lesen. Grad in der Vorweihnachtszeit geht es mir häufig so, dass so viel Trubel herrscht, dass ich kaum zum Lesen komme. Eigentlich schade, aber ein paar Bücher habe ich in den letzten Jahren schon geschafft und möchte Sie Euch ans Herz und Ihr vielleicht unter den Baum legen….

Was verbindet Ihr denn mit Weihnachten? (Nun gut, dieses Jahr ist alles anders…aber so grundsätzlich?)

Viele Geschenke? Ein schönes Zusammensein mit der Familie und Freunden? Gutes Essen?

Da kann ich Euch eine Vielzahl an Büchern empfehlen, aber Achtung danach habt Ihr definitiv Appetit:

Anne Barns mit „Bratapfel am Meer“ oder „Eisblumenwinter“ oder Jenny Colgan mit „Weihnachten in der kleinen Sommerküche am Meer“ liefern hier für Kurzentschlossene nicht nur die richtige Stimmung sondern auch Rezepte im Anhang (was durchaus dazu führen kann, dass die Einkaufsliste noch länger wird).

© Sonja Kochmann

Aber Hand auf Herz, verläuft das Zusammenkommen der Sippe immer reibungslos? Oder gibt es auch mal Chaos oder lustige Einlagen à la Loriot? Wenn auch mal über das Feiertagschaos gelacht werden darf, empfehle ich Jane Linfoot mit dem Buch „Ein verschneites Weihnachtsfest in Cornwall“ und natürlich Markus Heitz mit seinen schwarzhumorigen Weihnachtsgeschichten und dem Buch „Der Tannenbaum des Todes“ (Kleiner Tipp für alle, die bisher leer ausgegangen sind: Dieses Buch eignet sich auch als kleiner Adventskalender. Im Vorjahr gab es hierzu übrigens ein Interview mit dem Autor auf dieser Seite.)

© Sonja Kochmann

Natürlich ist es auch das Fest der Liebe, der Lichter und der Kerzen und da es in Liebesromanen gerade in der Weihnachtszeit häufig chaotisch zu geht, müssen definitiv Sarah Morgan mit „Lichterzauber in Manhattan“ und „Verliebt für eine Weihnachtsnacht“, Abby Clements mit „Ein Stück vom Winterglück“ und „Ein Traum am Kaminfeuer“ und  Katherine Garbera mit „Das Weihnachtscafé in Manhattan“ mit auf die Wunschliste.

© Sonja Kochmann

Aber Achtung bei Weihnachtsfeiern kann es häufig zu peinlichen Verwicklungen kommen…so geschehen bei Samanthe Beck mit „Sexy Santa“ (auch erschienen unter „Sexy Boss“).

© Sonja Kochmann

Okay, dann brauchen wir noch Schnee. Am besten jede Menge. Mir reicht es ja für Dekozwecke ein bisschen am Rand und bloß nicht auf der Straße, aber in Büchern darf es dann auch gern meterhoch und auch gefährlich sein wie bei Jennifer Snow und „Alaska Love: Weihnachten in Wild River“. Sportlich betätigen dürfen sich andere gern auch, dass ist dann ja meist Eishockey….sport romance hat noch nie geschadet und auch zu finden bei Jennifer Snow und ihrer Colorado Ice Reihe „Maybe this Kiss: Und mit einem Mal doch“.

© Sonja Kochmann

Was dann noch fehlt, ist ja wohl der Baum. Wie sieht Eurer aus? Perfekt oder schief und krumm? Hier empfehle ich tatsächlich mal einige Geschichten zum Vorlesen….. Gerlinde Jänicke und Sebastian Fitzek mit „Die Geschichte vom traurigen Weihnachtsbaum“ und natürlich Cally Stronk und Christian Friedrich mit ihren „1-2-3 Minutengeschichten: Kunterbunte Weihnachten“. Hier kann man auch bei Weihnachtstress die Zeit zum Vorlesen wundervoll planen. (Auch zu diesem dynamischen Weihnachtsduo findet sich ein Interview auf dieser Seite.)

© Sonja Kochmann

Aber ist Weihnachten nicht auch ein bisschen magisch? Märchen, Zauber, Magie? Im Fernsehen gibt es einige Filme dazu…doch Bücher? Angelika Schwarzhuber hat mit „Der Weihnachtswald: Ein Wintermärchen“ eine besondere Reise für ihre Protagonistin geschaffen, auf die man sich auch als Leser begeben sollte.

Ihr vermisst noch etwas oder auch jemanden? Auch für mich wird dieses Jahr jemand fehlen. Verlust ist für viele der traurige Aspekt an Weihnachten und das führt uns eindeutig zu den Taschentuchbüchern: Maja Lunde und „Die Schneeschwester“. Ein Buch für Groß und Klein zum Vorlesen, Selberlesen und mit wundervollen Illustrationen verziert.

© Sonja Kochmann

 

Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

(Oscar Wilde)

Das heißt wir brauchen definitiv ein Happy End, was sich her zeigen kann: Jane Linfoot mit „Winter im kleinen Brautladen am Strand“ und Daniela Felbermayr mit „Royal Christmas: Ein Prinz zu Weihnachten“ setzen dem ganzen dann noch Tüll und Krönchen auf. Da kann nichts mehr schief gehen.

© Sonja Kochmann

 

Ich wünsche Euch daher Frohe Weihnachten, Gesundheit, tolle Lesestunden und viel Spaß mit den übrigen Türchen.

(Die passenden Rezensionen und viele weitere Bücher zum Thema Weihnachten findet Ihr auch über die Suchfunktion auf dieser Seite.)

Morgen geht es weiter mit Monerl und dem nächsten Türchen. Seid gespannt.

 

Rezension

Rezension // Jennifer Snow – Alaska Love: Weihnachten in Wild River

Die junge Ärztin Erica liebt ihre Arbeit über alles. Denn die Arbeit im Alaska General Hospital in Anchorage ist nach dem Tod der Mutter die einzige Möglichkeit, die Anerkennung ihres Vaters zu erlangen. Als sie von diesem in den Zwangsurlaub geschickt wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Womit könnte man die freie Zeit bloß zu bringen?

Sie beschließt, ihre aus den Augen verlorene Freundin Cassie im kleinen idyllischen Städtchen Wild River zu besuchen. Mit ein bisschen Ski fahren, wird man die Zeit schon rumkriegen können. Vor Ort trifft sie auf Cassies Bruder Reed, der als Leiter des Search and Rescue Teams nicht nur die Hilfe einer Medizinerin gebrauchen kann, sondern der sie in mehrfacher Hinsicht herausfordert.

Erica erscheint anfänglich als biedere Arbeitsmaschine, die den Landeiern in Wild River nichts mehr abgewinnen kann, obwohl sie dort ihre Kindheit verbracht hat. Die ersten Gespräche mit ihren alten Freunden sind zäh und sie wirkt wie ein Fremdkörper. Doch bei genauerer Betrachtung ist sie einfach nur verletzt. Verletzt von der Zurückweisung ihres Vaters und nach wie vor traurig über den Tod der Mutter. Da ist Wild River mit seiner Gemeinschaft ein krasser Gegensatz zum getakteten Klinikalltag.

Diese Gemeinschaft ist ein großes Ganzes. Man hält wie eine Familie zusammen und trotzt der Natur. Denn natürlich stehen für das Search and Rescue Team Einsätze an, die besonders für jeden Emergency Room oder Grey’s Anatomy Fan lesenswert sind. Diese Einsätze und die  Erlebnisse der Vergangenheit führen zu einer gut nachvollziehbaren Verbundenheit von Erica und Reed.

Erica kommt schließlich nach und nach aus sich heraus. Besonders weil Reed sie herausfordert. Ein echtes Katz und Maus Spiel mit gelungenen Dialogen beginnt und endet mit viel mehr. Auch Reed hat so seine Probleme und beide müssen erkennen, dass sie aus ihrem alltäglichen Hamsterrad ausbrechen und die Vergangenheit hinter sich lassen müssen.

Gelungen finde ich auch die Nebenprotagonisten (und natürlich den narkoleptischen Hund Diva) wie die smarten Rescuemitarbeiter Tyler und Tank mit seiner Tochter Kaia und Cassie. Allein für diese Charaktere würde ich mir Folgebände wünschen. Ich vergebe volle Punktzahl für diese spannende Liebesgeschichte.

 

 

Verlag: LYX.digital

erschienen: 2020

Seiten: 367

ASIN : B08CBPSP3S

 

Rezension

Rezension // Jane Linfoot – Ein verschneites Weihnachtsfest in Cornwall

Weihnachten kommt unaufhaltsam näher und Ivy freut sich voller Tatendrang, dieses Fest auf einem Schloss in Cornwall verbringen zu dürfen. Ihre Freundin hat sie engagiert, für eine instagramtaugliche Dekoration zu sorgen, da diese als Influencerin die richtige Location für ihre Fotos benötigt.

Als sie einige Tage vor ihrer Clique ankommt, stellt sich Ernüchterung ein. Cockle Shell Castle ist internetfreie Zone und hat bisher keinerlei Weihnachtsdekoration. Das einzige, was dieses Schloss zu bieten hat, ist ein mürrischer Schlossherr namens Bill, der zwar gut aussieht, aber sich die Vermietung des Schlosses ganz anders vorgestellt hat.

Chaos.

Chaos ist für einen Weihnachtsroman mit Liebe und vielen Personen eine ordentliche Grundlage. Da muss man die Ärmel hochkrempeln und mitanpacken und genau das macht Ivy. Sie wächst geradezu über sich hinaus, um für die richtige Weihnachtsstimmung zu sorgen. Dabei ignoriert sie die Anziehungskraft von Bill, dem sie tatsächlich schon vor Jahren bei einem unvergesslichen Skiurlaub begegnet ist und stürzt sich in die Arbeit. (Wer noch Anregungen für Deko, Filme, Rezepte und ähnliches sucht, wird hier definitiv Inspiration finden.)

Cockle Shell Castle liegt übrigens in der Nähe der kleinen Traumküche und des kleinen Brautladens, den zwei weiteren Reihen der Autorin, die man aber für das Verständnis nicht gelesen haben muss.

Ivy, die Dekoqueen, ist quasi in der dekofreien Zone gestrandet und klammert sich an jede Idee, um das Schloss umzugestalten. Das ist ihre Mission. Schließlich will sie die vergangenen Monate einfach nur ausblenden und vergessen. Dass das nicht so einfach ist, wenn das Fest der Liebe vor der Tür steht, zeigt sich jedoch immer wieder. Auch Bill, anfänglich genervt, scheint schließlich aus eigenen Gründen mitzuziehen.

Das Buch lebt übrigens von der Vielfalt der Charaktere, die hier neben Bill und Ivy durch die Handlung wuseln. Wir haben die besagten Influencer, die kaum einen Moment ohne Handykamera genießen können, ein alterndes Pärchen, dass die Bettpfosten wackeln und die übrigen Erwachsenen erröten lässt, Veganer und ökologisch Angehauchte, Aussteiger und Surfer und und und

Jane Linfoot sorgt für abwechslungsreiche Handlung und witzige Dialoge, um Ivy und Bill schließlich zum Glück zu verhelfen. Aber Achtung, wer dieses Buch liest, wird mit dem Lachtränen und dem Ohrwurm „Feliz Navidad“ ordentlich zu kämpfen haben. Ich vergebe volle Punktzahl.

 

Verlag: HarperCollins

erschienen: 2020

Seiten: 464

ISBN: 978-3749900091