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Rezension

Rezension // Piper Rayne – Desires of a Rebel Girl (Baileys #6)

Auf wen von den Baileys würde die Beschreibung „Rebel Girl“ wohl am besten passen? Genau: Phoenix Bailey. Hat sie bereits im ersten Band dafür gesorgt, das ihr Bruder Austin fast graue Haare bekam, macht sie nun den Musikproduzenten Griffin ganz nervös. Denn Phoenix will mit allen Mitteln Sängerin werden und da Griffin nach Lake Starlight zieht und für seinen Sohn Maverick eine Nanny braucht, greift Phoenix mit Hilfe ihrer Grandma in die Trickkiste.

Aufgrund der zahlreichen Baileys, der Vorgeschichte dieser Familie und den Besonderheiten der idyllischen Stadt Lake Starlight mitten in der wunderschön geschilderten Natur von Alaska empfehle ich unbedingt die Reihenfolge einzuhalten. Euch geht sonst bei dieser wundervollen Geschichte aus dem Genre small town wirklich allerhand verloren. Eigentlich ist es ja eine einzige große Geschichte über die Baileys, die in jedem Band eine Person hervorhebt.

Ich liebe den Schreibstil der Autorinnen, die hinter Piper Rayne stecken. Es wird gelacht, gefetzt, geweint und geliebt. Ab und an knistert es und auch diese Szenen sind sehr gelungen….

Griffin ist der Aussteiger aus der Musikindustrie. Er will Presse und den Kampf um Künstler hinter sich lassen. Sein kleiner Sohn Maverick ist bereits ein Abbild dieser Industrie aus Schein und Sein. Er soll wieder Kind sein und sich nicht mit dem Handy als kleiner Erwachsener geben. Als beide auf die impulsive Phoenix treffen, hat diese beide eigentlich schon in der Tasche. Schließlich war sie selbst ein Problemkind und weiß genau, wie der Hase läuft.

Denver Bailey, der Freund von Griffin, ist natürlich nicht begeistert von diesem Arrangement. Er sieht bereits Probleme aufziehen und damit hat er nicht ganz Unrecht. Denn Griffin und Phoenix können die Anziehungskraft nicht leugnen und bereits Grandma Dori und Juno Bailey, die Kupplerin, haben Lunte gerochen.

Die Entwicklung von Phoenix, Griffin und auch Maverick haben mir gut gefallen. Maverick zeigt in der Idylle Alaska wieder kindlichen Charme und taut auf. Anfänglich frech und fast großkotzig, genießt er Phoenix Unterstützung und bekommt mit Grandma Dori eine „Leihoma“ dazu. Phoenix stellt ihren Wunsch Sängerin zu werden etwas zurück, als sie vom Ausstieg von Griffin erfährt. Sie ist eindeutig Team Maverick, als er sie braucht.

Griffin? Dem kribbelt es unter den Fingern: Phoenix zieht ihn an, obwohl er seinem Freund Denver versprochen hat, sich zu benehmen und als sie auch noch singt, geht die Leidenschaft für Musik und diese junge Frau mit ihm durch.

Ob eine Rückkehr ins Haifischbecken Los Angeles und damit eine Fernbeziehung für diese Drei in Betracht kommt und warum bei den anderen Baileyfrauen die Hormone aus dem Lot geraten sind, müsst ihr unbedingt lesen.

Am Ende erwartet uns noch ein tränenreicher Cliffhanger um Juno und die Aussicht auf weitere Baileys. Ich bin gespannt, ob der Verlag auch die angekündigte Bonusgeschichte „Operation Babies“ veröffentlich oder rein bei den Büchern der Baileymitglieder bleibt. Immerhin scheint der Clan und damit auch die Chance auf weitere Bücher zu wachsen. Ich liebe diese Reihe und vergebe volle Punktzahl.

 

Verlag: Forever

erschienen: 2021

Seiten: 259

ASIN: ‎ B093T2CGWW

Rezension

Rezension // Andreas Winkelmann – Die Karte (Kerner und Oswald #4)

Sport ist Mord! Ich sag es ja immer wieder. Andreas Winkelmann spricht mir mit diesem Buch aus der Seele….mit seinem mitreißenden Schreibstil wird hier nun der Fitness-Tracker zum Werkzeug des Serienmörders. Mit Hilfe dieses digitalen Mediums, weiß der Täter, wo er den jungen Frauen auflauern kann und zeichnet etwas Besonders auf die Karte von Hamburg ins Netz.

Jens Kerner und sein Team stehen vor einer neuen Herausforderung.

An dieser Stelle möchte ich eindrücklich darauf hinweisen, dass die Reihenfolge unbedingt einzuhalten ist. Denn nicht nur die Beziehung zwischen Jens und Rebecca geht auf die nächste Ebene, auch gibt es notgedrungen personelle Veränderungen und ein geändertes Verhalten der Vorgesetzen. Eine Entwicklung, die mir teilweise gut gefallen, aber auch geschockt zurückgelassen hat. (Mehr verrate ich diesbezüglich nicht.)

Bereits im Vorband kam der digitale Forensiker Tony Hillmann dazu, der hier natürlich in seinem Element ist. Er kann zeigen, was er kann und findet sich gut ein. Auch der Polizist Walter Knüfken kommt als Verstärkung dazu. Er kitzelt den Ehrgeiz von Jens, ist aber ein guter Polizist. (Ob er bleibt, ist fraglich, aber ich vermute es.)

Zwischen Jens und Rebecca knistert es nun gewaltig, die Dialoge der beiden werden neckischer und die beiden sind inzwischen auf mehr als einer Ebene ein Dreamteam. Auch die Chefin Frau Baumgärtner hat die Besonderheiten ihres Teams erkannt und grätscht nur noch in extremen Situationen dazwischen, wenn es von ihr als Chefin quasi erwartet wird.

„Die Karte“ ist tatsächlich mein erstes Buch, in dem Corona am Rande erwähnt wird. Die Pandemie findet Erwähnung, um die besondere Belastung der Polizei und die aggressive Stimmung mancher Gruppen gegenüber polizeilichen Anordnungen darzustellen. Ich fand dies gelungen, es hätte aber auch nicht mehr sein dürfen.

Wie von Andreas Winkelmann gewohnt, ergeben sich viele Fährten, die nicht nur auf der Karte in verschiedene Richtungen führen. Durch Rückblicke und Einschübe ist der Leser einen Tick mehr im Bilde als die Ermittler, kann aber nur den Täter, den Hass und das Motiv erahnen. Ich vergebe volle Punktzahl für diesen spannenden Thriller.

Obwohl ich ja das Ende nun kenne, freue ich mich dennoch auf die Lesung mit dem Autor in Hannover. Die Apostelkirche ist hierfür die richtige Kulisse…..

 

 

Verlag: Rowohlt

erschienen: 2021

Seiten: 384

ISBN: 978-3499000409

Rezension

Rezension // Andreas Winkelmann – Der Fahrer (Kerner und Oswald #3)

Kerner und Oswald ermitteln wieder. Dieses Buch liegt schon eine Weile bei mir, aber kurz nach Erscheinen, wurde so viel darüber gepostet, dass ich Angst hatte, mir den Lesegenuss durch versehentlich Aufgeschnapptes kaputt gemacht zu haben. Da Andreas Winkelmann so spannend schreibt, wollte ich erst gedanklich „Gras über die Sache wachsen lassen“. Da nun ja auch schon Band 4 erschienen ist, habe ich beide Teile nun in einem Rutsch gelesen.

Jens Kerner flieht von seiner Überraschungsgeburtstagsfeier und gerät mitten hinein in einen neuen Fall: In Hamburg verschwinden Frauen, die nachts den Fahrdienst MyDriver genutzt haben. Der Täter? Er nutzt Social Media und spielt mit der Polizei ein Katz und Maus Spiel. Er will ein Exempel statuieren, in dem er die Leichen spektakulär platziert und scheint selbst traumatisiert zu sein.

Häppchenweise füttert der Autor seinen Thrillerleser an. Warnung: Man kann leider ab einem gewissen Punkt das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Welt und auch Hamburg sind klein. Es gibt unzählige Verknüpfungen und Dreh- und Angelpunkte und man fiebert Seite um Seite mit.

Mittendrin Jens Kerner mit seiner geliebten Red Lady. Ein amerikanischer Spritschlucker, der ausgerechnet jetzt seinen Geist aufgibt. Doch Jens lässt sich nicht aus der Ruhe bringen – zu mindestens anfänglich – denn aufgrund der rasanten Entwicklungen steht er kurz vor dem Explodieren. Einzig und allein seine Kollegin Rebecca Oswald kann ihn erden und wäre gern mehr für ihn. Doch bleibt dafür Zeit?

An dieser Stelle möchte ich empfehlen, die Reihenfolge der Bücher einzuhalten, denn Jens und Rebeccas Beziehung entwickelt sich immer weiter. Auch in dem Ermittlerteam ist eine personelle Dynamik drin und ihr wollt ja bestimmt nichts verpassen wie….ich vergebe volle Punktzahl und muss nun immer wenn ich den Fahrdienst Moia in Hannover sehe an dieses Buch denken….na Bravo!

 

 

Verlag: Rowohlt

erschienen: 2020

Seiten: 400

ISBN: 978-3499000386