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Familiengeheimnis

Rezension

Rezension // Jennifer L. Armentrout – Golden Dynasty: Größer als Verlangen (de-Vincent-Saga #1)

Mitten in den Sümpfen Louisianas steht das Herrenhaus der de Vincents. Die Krankenschwester Julia ist sprachlos, denn sie wurde von einer der reichsten und skandalträchtigsten Familien Amerikas engagiert.

Kurz vor ihrer Abreise hatte sie einen One Night Stand und dieser ist ausgerechnet Lucian de Vincent! Ein Zufall? Gibt es bei dieser Familie überhaupt Zufälle? Was ist ihre Aufgabe und kommt sie mit Herz, Seele und Körper unversehrt da raus?

Ich liebe solche Familiengeschichten. Und dann auch noch in den Südstaaten! Vermutlich bin ich da geprägt durch „Fackeln im Sturm“ und den Familienserien Denver, Dallas und Co.

Jennifer L. Armentrout hat eine äußerst interessante Familie geschaffen. Es sind die drei Brüder Lucian, Gabriel und Devlin da Vincent, die sich mit Intrigen und Eskapaden einen Namen gemacht haben. Umgangssprachlich nennt man sie auch Luzifer, Demon und Devil. Das kann ja heiter werden, denn hier scheint nicht nur das Liebes- und Sexleben sehr ausschweifend zu sein, sondern auch Bestechung und Mord sind an der Tagesordnung.

Geld regiert die Welt und die drei Herren sind Ablehnung nicht gewöhnt. Als sie auf die Hilfe der Krankenschwester Julia angewiesen sind, gerät ihre Welt durcheinander. Denn obwohl Julia sich der Anziehungskraft von Lucian nicht entziehen kann, hat sie ihre Prinzipien.

Sie versucht nicht nur Lucian näher zu kommen, sie will auch das Geheimnis des Anwesens lüften.

An dieser Stelle hatte ich ein ums andere Mal Kate Hudson in „Der verbotene Schlüssel“ vor meinem geistigen Auge (auch wenn…nein, ich verrate es nicht). Es ist ein packendes Buch und man sollte daher viel Lesezeit einplanen, denn mich hat es tatsächlich so gepackt, dass ich Nachtschicht beim Lesen eingelegt habe.

Ich musste es wissen! So etwas hatte ich schon lange nicht mehr und vergebe volle Punktzahl. Ich bin nun gespannt auf die anderen de Vincent Brüder, da natürlich deren Geschichte bislang nur leicht gestreift wurde. Wenn die Autorin den Stil beibehalten kann: Hut ab!

 

Verlag: Mira Taschenbuch

erschienen: 2019

Seiten: 384

ISBN: 978-3956498688

Rezension

Rezension // Katharina Herzog – Zwischen dir und mir das Meer

 

© Sonja Kochmann

Nach “Immer wieder im Sommer” musste natürlich auch “Zwischen dir und mir das Meer” auf meinem ebook-Reader Platz finden.

Leider war bis vor ein paar Wochen das Wetter grau und kühl, so dass ich einfach literarisch keinen Ausflug nach Amrum und an die Amalfiküste machen wollte. Als ich das Buch dann bei schönem sommerlichen Temperaturen beendet hatte, fehlten mir einfach die richtigen Worte, um eine Rezension zu schreiben: das Buch ist einfach soooooooooooooooooo schön!

Katharina Herzog hat mit diesem Buch eine sommerliche Familiengeschichte erschaffen, die einfach ans Herz geht: Lena arbeitet auf Amrum in einem Hospiz. Nach dem Ertrinken der Mutter Mariella im offenen Meer kann sie den Gedanken nicht ertragen, dass Menschen beim Sterben allein sind. Das Meer, wird von ihr als Schwimmerin gemieden, doch beim Sammeln von Meerglas geliebt. Anders als ihre Schwester Zoe, die in die Welt hinauszieht und wagemutig alles riskiert. Als eines Tages der Italiener Matteo die Insel aufsucht, kommen die italienischen Wurzeln der Mutter ans Licht. Die Vergangenheit der Mutter bewegt die Schwestern sehr und so machen sich diese auf den Weg nach Italien.

Ein Satz in diesem Buch hat es mir besonders angetan: “Wenn einem in der Familiengeschichte ein Band fehlte, dann konnte auch die eigne Geschichte niemals komplett sein.” (Seite 74)

Lena und Zoe wissen nicht viel über die italienischen Wurzeln ihrer Mutter und Katharina Herzog schafft es erstaunlich einfühlsam darzustellen, was die beiden Schwestern prägte und warum diese so unterschiedlich durchs Leben gehen. Ich persönlich konnte mich mehr mit Lenas zurückhaltender Art anfreunden, doch diese macht Dank der italienischen Lebensfreude und ordentlich amore eine große Entwicklung bei der Suche von Mariellas Geheimnissen durch.

Anhand eines Fotos findet Lena ihren Großvater, der auf traditionelle Weise Zitronen züchtet und sich eisern gegen die großen Händler behauptet. Genau wie vor zig Jahren. Denn durch geschickte Perspektivwechsel der Kapitel erfährt der Leser genau wie Lena und Zoe nach und nach, was damals geschah.

Und noch einer, weil es so schön ist: “Am Ende fand jeder seinen Frieden, egal wie er zuvor gelitten hatte.” (Seite 343)

Lest selbst von der friesischen Oma Hilde, vom italienischen Opa Babbo und einigen anderen wichtigen Personen und Ereignissen: volle Punktzahl.

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2018
Seiten: 352
ISBN: 978-3499274206

Rezension

Rezension // Anna Rosendahl – Meerblick inklusive

 

© Sonja Kochmann

Ihr braucht ein Buch für den Strandurlaub? Ich hätte da eins. Denn Oma ist verschwunden und Meike macht sich auf die Suche nach Oma Elisabeth, die einfach abgehauen ist: nach Amrum!

Eine kleine Schnitzeljagd über die Insel wird für Meike viel mehr als nur die Suche nach ihrer Oma. Sie entdeckt, dass sie selbst Wurzeln auf der Insel und das Oma ein jahrzehntelang gehütetes Geheimnis hat.

Den besonderen Schreibstil von Anna Rosendahl oder viel mehr Andrea Russo (oder Anne Barns oder Anne Töpfer)  habe ich bereits im letzten Jahr für mich entdeckt, damals wusste ich noch nicht, dass die Autorin bei verschiedenen Verlagen derart fleißig ist und sich hinter diesen Pseudonymen versteckt. Doch der Stil ist unverkennbar. Die Liebe zur friesischen Landschaft, kulinarischen regionalen Besonderheiten und Familiengeheimnissen, die einfach gelüftet werden müssen.

Klar, dass die Liebe nicht zu kurz kommen darf. Denn eine neue Generation muss die Traditionen schließlich fortführen und selbst aus Fehlern klug werden.

Meike entdeckt hier, dass ihre Oma unter dem Druck der damaligen Gesellschaft anders gehandelt hat, als sie es heute tun würde. Sie hat sich grad frisch getrennt und ist noch so richtig sauer auf die Männerwelt. Obwohl die Insel doch den ein oder anderen interessanten Insulaner zu bieten hat….auch Freundschaften werden geschlossen und man hätte Lust, sofort die Koffer packen und ans Meer fahren.

Ich habe mir dieses Buch sorgsam eingeteilt und immer dann gelesen, wenn ich für meine persönliche Auszeit in der Badewanne verschwunden bin. Das ein oder andere Mal war ich ganz schön schrumpelig, weil ich einfach nicht aufhören konnte: volle Punktzahl für diesen Ausflug nach Amrum.

Verlag: Heyne
erschienen: 2017
Seiten: 368
ISBN: 978-3453418356