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Rezension

Rezension // Audrey Carlan – Dream Maker: Liebe (Dream Maker #4)

Parker Ellis verschlägt es mit seinen Bros von der Agentur International Guy und seiner Freundin, der Hollywoodschauspielerin Skyler, nach Madrid, Rio de Janeiro und Los Angeles.

Obwohl die Autorin bereits in Aussicht gestellt hat, dass es für Parkers Kumpel Royce und Bo und seine Assistentin Wendy Spin Offs geben wird, ist dies der finale Teil und hier geht es wirklich ab!

Da ich tatsächlich jedes Buch von Audrey Carlan gelesen habe, oute ich mich hiermit vermutlich nicht mehr als absoluten Fans ihres spritzigen Schreibstils. Die Dialoge sind abwechslungsreich und erotische Szenen gibt es mehr als genug, den Parker ist ein sehr potentes Kerlchen. Wer also auf Erotik in Liebesromanen gern verzichtet (wie zum Beispiel meine Mama), der sollte hier passen. Parker Ellis sieht übrigens laut Autorin in ihrer Fantasie aus, wie das Model Forest Harrison. (Da hab ich doch glatt mal gegoogelt.)

© Sonja KochmannDas Buch hat auch ordentlich was zu bieten, so dass ich es trotz der 496 Seiten kaum aus der Hand gelegt habe und ganz gefesselt war von den Entwicklungen.

Skyler wird ja bereits seit einigen Vorbänden massiv gestalkt. Bereits auf den ersten Seiten wird aufgrund einer findigen Hundeschnauze klar, der Bösewicht ist in den eigenen Reihen zu suchen. Das natürlich noch einige Finten gelegt werden, ist meisterhaft gelungen, obwohl mein Verdacht sich seifenopern-reif bestätigte.

Auf der ersten Station in Madrid wird der Neuentdeckung der Musikindustrie Juliet geholfen. Sie hat eine goldene Stimme, sieht jedoch nicht so aus, wie man es gerne im Business zur Vermarktung gern hätte. Da Skyler als Schauspielerin und bodenständige Frau ihren Mann hier gern unterstützt, hilft sie auch Juliet weiter. Die Wahrnehmung des eigenen Körpers und die Vermarktung von Images sind hier ein Thema, dass gut und interessant umgesetzt wird.

Dann geht es nach Rio und man merkt, dass der Autorin der Aufenthalt dort selbst gut gefallen hat. Denn die Schilderungen der Stadt, des Essens und der Menschen, machen einen neugierig auf den Zuckerhut.

Hier ist besonders Parker gefordert, denn während sein Kumpel die Finanzen von Dennis familiengeführten Firma prüft, muss er seinem Bruder Paul beistehen. Denn der wird von Dennis Familie nicht akzeptiert. Ein Zeichen, dass Homosexualität leider immer noch nicht überall akzeptiert wird.

Liebe ist übrigens nicht nur bei Parker und Skyler in der Luft, sondern auch bei Wendy. Sie darf endlich ihre Hochzeitsvorbereitungen umsetzen und steckt dabei auch noch Skyler an, die nicht länger warten will. Sie wird in L.A. Nägel mit Köpfen machen….

Ein explosives Buch, denn der Stalker will sich Parker endlich vom Hals schaffen, dem ich natürlich volle Punktzahl gebe.

Ich freue mich auf die angekündigten Spin Offs von Bo und Royce, denn die beiden haben ihre eigenen Geschichten, die hier in diesen vier Bänden bereits angeschoben wurde. Warum es auch eins für Wendy geben soll, ist mir (noch) nicht ganz klar, denn wir kennen ihre Geschichte bereits und die Krönung ist ja die Hochzeit mit Mick. Wir müssen uns wohl gedulden.

 

Verlag: Ullstein Taschenbuch

erschienen: 2019

Seiten: 496

ISBN: 978-3548290676

Rezension

Rezension // Amo Jones – Silver Swan – Elite Kings Club (Elite Kings Club #1)

Um dieses Buch bin ich schon eine Weile herum geschlichen. Denn als ich meine Lyx Box gewonnen habe, hatten einige das Buch schon gelesen und vor einem fiesen Cliffhanger gewarnt. Da nun der zweite Teil bereits erschienen ist, habe ich es gewagt. Und lasst Euch schon jetzt sagen, der Cliffhanger ist wirklich fies!

Madison Montgomery ist aufgrund einer erneuten Eheschließung ihres Vaters mal wieder umgezogen. Ihr Vater ist vermögend und hat sie in einer Elite High School, der Riverside Prep, angemeldet. Dort gibt es den sogenannten Elite Kings Club. Eine Gang elitärer junger Draufgänger in deren Visier man lieber nicht gerät. Doch leider geschieht für Madison genau das.

Ihre eigene Vergangenheit fördert den Umgang mit ihren Mitschülern nicht gerade, so dass sie lediglich in Tatum eine Verbündete findet. Die ist nämlich auch auf sich allein gestellt, da ihre Eltern sich immer auf Reisen befinden. An Geld mangelt es hier keinem.

Macht und Ränkespiele stehen hier an der Tagesordnung und Madison erfährt nach und nach, das der Anführer der Kings, Bishop, noch viel mehr will, als ein düsteres Spiel….

Der Schreibstil von Amo Jones hat mich gleich auf der ersten Seite gepackt. Madison erschien mir zwischen den fiesen Mitschülern anfänglich etwas hilflos, doch sie hat Biss. Ihre Taktik: erstmal abwarten und ggfs. mit Zynismus und Ausdauer kontern. Außerdem ist ihre Vorliebe, selbst zum Jagdgewehr zu greifen, durchaus beeindruckend.

Dieses Thema in einem Jugendbuch fand ich zwar anfangs befremdlich, macht aber aufgrund der drastischen Entwicklungen durch aus Sinn, eine junge Heldin zu haben, die sich wehren kann.

Wir haben hier also ein Buch, das dem Young Adult Genre zugeordnet werden muss. Es wird in einigen Szenen ordentlich Musik aus dem Sounddock gehört, von der ich ehrlich gesagt noch nie gehört habe. (Entweder bin ich zu alt oder mein Geschmack ist einfach ein anderer.) Dennoch tat dies der geheimnisvollen Atmosphäre des Buches keinen Abbruch.

Madison findet nach und nach heraus, dass hinter dem Elite Kings Club viel mehr steckt. Obwohl sie eine gesunde Skepsis an den Tag legt, kann sie sich der Anziehungskraft von Bishop nicht entziehen.

Sie entdeckt ein altes Buch, das…nee verrate ich nicht, aber obwohl sie eine absolute Leseratte ist, liest sie es nur kapitelweise und stürmt los, ohne es zu beenden. Hallo? Logikfehler! Welche Leseratte würde so ein Buch nicht sofort in eins durchlesen!

Ich vergebe volle Punktzahl und werde mir sofort Band 2 besorgen.

 

Verlag: Lyx

erschienen: 2019

Seiten: 368

ISBN: 978-3736308220

Allgemein/ Interview/ Special

Special // Interview mit Meike Werkmeister

Meike Werkmeister nimmt uns mit dem Buch “Sterne sieht man nur im Dunklen” mit auf meine Lieblingsinsel Norderney. Ich durfte der Autorin noch ein paar Fragen stellen:

© Sonja Kochmann

Wie lange dauerte das Schreiben für das Buch „Sterne sieht man nur im Dunkeln“?

 

Von der ersten Idee bis zum fertigen Manuskript habe ich etwa ein Jahr lang daran geschrieben. Allerdings geschah dies nicht am Stück, da ich auch als freie Journalistin arbeite und parallel ein Sachbuch-Projekt angenommen hatte.

 

 „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ ist nicht Dein Erstlingswerk. (Das müsste „Nachspielzeit in Sachen Liebe“ sein.) Wer oder was hat Dich generell zum Schreiben gebracht?

 

Wie die meisten Autoren schreibe ich eigentlich immer schon – als Kind vor allem Briefe, als Jugendliche Gedichte und Kurzgeschichten. Ernsthaft mit dem ersten Romanprojekt gestartet bin ich vor etwa zehn Jahren, dieses wurde allerdings nicht veröffentlicht. Seitdem habe ich einige Ideen angefangen und verworfen. 2016 hat der E-Book-Verlag dotbooks dann meinen Roman „Nachspielzeit in Sachen Liebe“ herausgebracht, wofür ich viel nettes Feedback von LeserInnen bekommen habe. Alle diese Erfahrungen haben mich als Autorin weitergebracht. „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ fühlt sich für mich an wie ein Debüt, weil es mein erster gedruckter Roman ist, und mein erster bei einem großen Publikumsverlag.

 

Wie schreibst Du? Wie verläuft ein Arbeitstag bei Dir?

 

Wenn ich schon mitten in einer Geschichte drin bin und weiß, wohin sie geht, schreibe ich manchmal stundenlang am Stück und kann gar nicht mehr aufhören. In der Phase, in der ein Buch entsteht, ich mir noch Gedanken über Figuren und Handlung mache, gehe ich gern spazieren, höre viel Musik und suche überall Inspiration, mein Notizbuch ist immer dabei. Die besten Ideen habe ich nicht am Schreibtisch, sondern zufällig unterwegs im Bus, an der Käsetheke, bei einem Konzert oder in Gesprächen mit anderen.

 

Warum gerade Norderney?

 

Ich fahre schon seit meiner Kindheit in den Ferien auf die Insel. Norderney ist für mich ein bisschen wie eine zweite Heimat am Meer und ein Sehnsuchtsort. Ich liebe die langen Strände mit dem feinen weißen Sand, die Dünen, den Wind, die Wellen. Ich empfinde diese Umgebung als sehr inspirierend, deswegen hat es auch großen Spaß gemacht, sie als Schauplatz für meinen Roman zu verwenden.

 

© Sonja Kochmann

Wo ist Dein Lieblingsort auf der Insel?

 

Der Nordstrand unterhalb vom Surfcafé am Januskopf. Dort sitze ich gern mit meiner Familie auf Surfbrettern im Wasser. Wir machen Wellenreiten und lieben diesen Ort über alles – bei jedem Wind und Wetter.

© Sonja Kochmann

Im Buch kommen kaum Straßennamen und Orte auf Norderney vor. Mir hat Sandra Lüpkes mal erklärt, dass dies Lektoren nicht so gern sehen. Ist das hier auch so gewesen? Wo wäre das Café ungefähr zu finden?

 

Die Entscheidung, wenige konkrete Ortsnamen zu verwenden, kam instinktiv beim Schreiben. Das Restaurant „Weiße Düne“ etwa, an dem Anni und Simon an einer Stelle im Buch vorbeischlendern, erkennt jeder, der schon einmal dort war. In einem Magazinartikel hätte ich den Namen genannt, im Roman überlasse ich solche Dinge lieber der Phantasie. Für Marias Café Strandmuschel gibt es auf Norderney hingegen kein echtes Vorbild. Es befindet sich in meiner Phantasie am Rand der Dünen am Nordstrand.

© Sonja Kochmann

Wie kam es zu der Idee mit Annis Plakaten und schließlich der Zusammenarbeit mit Renata Wolff von www.hausnr26.de?

 

Ich habe mir Anni als eine gefühlvolle, kreative Person vorgestellt, die einen Ausgleich zu ihrem Job als Game-Designerin pflegt, bei dem sie völlig frei ihre eigenen Ideen umsetzen kann. Ich mag gerne Sprüche und schöne Prints, und irgendwann kam mir die Idee, dass es gut zu Anni passen würde, wenn sie in ihrer Freizeit welche entwirft. Die Sprüche habe ich mir ausgedacht, aber grafisch umsetzen konnte ich sie selbst nicht. Es war mir wichtig, dass die Prints im Buch einen bestimmten Look haben, daher habe ich auf Etsy (damals noch Dawanda) nach Hobby-Illustratoren gesucht. Da bin ich auf Renata Wolffs Shop „Haus Nr. 26“ gestoßen und habe mich direkt in ihre Entwürfe verliebt. Genau so hatten Annis in meiner Phantasie ausgesehen. Ich habe Renata angerufen und konnte sie zum Glück schnell davon überzeugen, mitzumachen. Sie hat so schöne Prints für das Buch entworfen, ich liebe jede einzelnen davon.

 

Welches ist Dein Lieblingsspruch aus dem Buch?

 

„Wenn das Leben dir Sturm schickt, mach wenigstens die Haare auf“. Das sage ich mir insgeheim, wenn ich einen schlechten Tag habe, und es bringt mich direkt zum Schmunzeln.

© Meike Reiners

Anni liebt das Medley von Pur als Loslass-Song. Was ist Deiner?

 

Zu PUR tanze ich auch gerne, aber ich liebe alles Mögliche zum Tanzen, zum Beispiel Britney Spears und alle Boybands. Wenn ich aktuell einen Song wählen müsste, wäre es „Don’t stop me now“ von Queen.

 

Besteht die Möglichkeit, noch ein Buch auf Norderney spielen zu lassen?

 

Ich liebe diese Insel und empfinde sie als grandiosen Schauplatz. Also von mir aus: gern!

© Sonja Kochmann

Wie stehst Du zu Buchreihen? Bist Du davon begeistert, oder magst Du lieber Einzelbücher?

 

Ich mag beides. Manche Bücher sind in sich abgeschlossen, andere nicht. Den Vierteiler von Elena Ferrante habe ich zum Beispiel verschlungen. Die irische Autorin Marian Keyes hat sich einst für jede Schwester der Walsh-Familie einen eigenen Roman ausgedacht, das habe ich geliebt, denn die anderen kennt man beim Lesen bereits. Wenn die Geschichte und die Figuren es hergeben, finde ich Reihen toll.

Vielen Dank für das Interview. Ich hoffe auf ein (persönliches?) und literarisches Wiedersehen….viel Erfolg weiterhin.