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England

Rezension

Rezension // Jane Linfoot – Winter im kleinen Brautladen am Strand (Wedding Shop #2)

 

© Sonja Kochmann

“Der kleine Brautladen am Strand” geht für seine Leserinnen in die nächste Runde. Im Vorband haben wir die Kuchenbäckerin und Törtchenkünstlerin Poppy und den Gutsbesitzer Rafe kennengelernt.

Das sich diese Liebesgeschichte wieder ums Heiraten drehen muss, ist bei diesem Titel klar: denn Dreh- und Angelpunkt ist der Brautladen in einem kleinen englischen Küstenstädtchen. Das Nähen und Verkaufen von Hochzeitskleidern ist aber fast nebensächlich angesichts der mächtigsten Aufgabe aller Aufgaben: die Umsetzung einer Hochzeit.

Wer den Vorband nicht kennt, kommt schnell in die Handlung, da es sich diesmal hauptsächlich um die Brautkleiddesignerin Sera und ihre Schwester Alice handelt. Die möchte nämlich heiraten, verwandelt sich aber regelrecht in eine Brautzilla. Sie lässt Sera allein mit den beiden Trauzeugen ihres Verlobten, Quinn und Johnny, mit der Umsetzungen eines Hochzeitshandbuches die nervenaufreibenden Arbeiten machen.

Und die hat so ziemlich alles bedacht und besteht auf eine Umsetzung 1:1. Doch Sera möchte sich lieber in ihrem Nähstübchen verkriechen, denn sie hat einen Hänger beim Entwerfen der tollen Brautkleider. Hinzu kommt, dass Quinn sie ständig versucht, an zu graben und dass Johnny, einst ihre große, unerwiderte (ach – halt – das muss noch geklärt werden) Liebe war.

Die Planung einer Hochzeit am Weihnachtsabend führt zu nervenaufreibenden Entwicklungen, bei denen sich die Protagonisten auf Freundschaft, Liebe und Familie besinnen müssen. Besinnlichkeit und Romantik, was will man bei einem Buch über Hochzeiten und Weihnachten mehr? Ein wundervoller Schreibstil mit liebenswürdigen und glaubhaften Figuren.

Bislang gibt es über den “Wedding Shop” sowohl im Englischen als auch im Deutschen “nur” diese beiden Bände. Aber ein Stöbern auf der englischen Seite der Autorin zeigt, die Dame hat noch viel  mehr geschrieben. Hoffen wir, auf eine baldige Übersetzung. Volle Punktzahl.

Verlag: Mira TB
erschienen: 2018
Seiten: 400
ISBN: 978-3956498411

Rezension

Rezension // Jane Linfoot – Der kleine Brautladen am Strand (Wedding Shop #1)

© Sonja Kochmann

Ein Brautladen in Cornwall? Absolut mein Thema, dachte ich mir. Die Tortenbäckerin Poppy wohnt und arbeitet über dem Brautladen “Brides by the Sea”. Nun muss aber Poppy für ihre Freundin auch noch die Hochzeitsplanerin ersetzen, als diese abspringt. Fortan muss sich Poppy nicht nur um Zuckerguss und Tüll herumschlagen, sondern auch mit dem mürrischen Gutsbesitzer Rafe und seinem tierischen Gefolge.

Denn Rafe kann aus persönlichen Gründen offensichtlich Hochzeiten nicht leiden. Er verwüstet ständig den gemeinsamen Schreibtisch und schleppt auch noch brütendes Federvieh namens Henrietta ins Büro.
Als sich jedoch der Hochzeitsfotograf Jules für Poppy zu interessieren beginnt, scheint sich das Blatt zu wenden. Doch hat Poppy angesichts des Chaos den Kopf dafür?

Poppys Beweggründe sind einleuchtend. Doch der Weg ist das Ziel und es ist klar, das  Poppy auf Dauer der Liebe nicht entgehen kann. Der Weg war leider, trotz des lockeren Schreibstils, ein Tick länger als vielleicht nötig gewesen wäre.

Doch das lustige Chaos von Hausgeburten, gestressten Bräuten, Küken, Entlobungen und Co. halten den Leser bei Laune. (Henrietta ich will auch ein Küken von dir!)

Rafe ist genau wie Poppy ein gebranntes Kind und eigentlich aus Selbstschutz mürrisch hoch 3. Mit seinen Motto T-Shirts verdreht er schnell den Damen, die sich nicht schrecken lassen, den Kopf.

Ob Poppy den nötigen Mut hat und ob das Chaos überhand nimmt, müsst ihr selbst lesen. Ich freue mich, dass es noch zwei weitere Bände geben wird;  von denen einer (“Winter im kleinen Brautladen am Strand”) bereits im Programm von Mira Taschenbuch zu finden ist. Ich vergebe 8 von 10 Punkten für Zuckerguss, Sekt und Co.

Verlag: MIRA Taschenbuch
erschienen: 2018
Seiten: 416
ISBN: 978-3956497957

Rezension

Rezension // Caroline Roberts – Rosen, Tee und Kandiszucker

Ellie hat einen Traum: Backen. Als sie eine Annonce in der Zeitung entdeckt, in der eine Pächterin für die Teestube in Clavenham Castle gesucht wird, bewirbt sie sich kurzerhand. Beim Vorstellungsgespräch lernt sie den mürrischen alten Schlossbesitzer Lord Henry und den gut aussehenden Gutsverwalter Joe kennen. Können sich ihre Träume verwirklichen?

Bereits beim Klappentext hatte das Buch gewonnen. Ich liebe derzeit Geschichten, die in England spielen und als ich dann die ersten Zeilen mit der sympathischen Ellie las, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.

Caroline Roberts hat einen leichten, schwungvollen Schreibstil, der Seite um Seite den Leser mit nimmt. Dies kann allerdings auch an Ellies Tatendrang gelegen haben. Sie lässt einen beim Lesen Schmunzeln und man bekommt Hunger auf die tollen Gebäckstücke, die sie dort zaubert.
Lord Henry, Joe, Ellies Familie und die Nebencharaktere Doris, Nicole, Deanna sind wundervoll gelungen und man hat richtig Lust, durch das Schloss und die Anlagen zu streifen und anschließend ein Tässchen Tee zu trinken.

Trotz aller Romantik und Träume hat das Buch auch ernste Töne, denn ein Schloss muss renoviert werden und verursacht hohe Kosten und eine Teestube zu betreiben, wenn keine Touristen kommen, muss kalkulatorischen durch Gewinne in der Saison ausgeglichen werden. Interessant, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen…ach nein Rosen, Tee und Kandiszucker ist. (Mir hat da der englische Titel “The Cosy Teashop in the Castle” übrigens ein bisschen besser gefallen.)

Liebe ist natürlich auch mit dabei, genauso wie ein kleines Geheimnis, was etwas Würze am Ende verleiht: 9 von 10 Punkten.

Verlag: Mira Taschenbuch
erschienen: 2017
Seiten: 400
ISBN: 978-3956496622

© Sonja Kochmann