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Rezension

Rezension // Sarina Bowen – Never Let Me Down

Für die 17jährige Rachel ist ihre Welt zusammen gebrochen: Ihre Mutter ist an Krebs gestorben und das Jugendamt bringt sie mit ihrem Vater zusammen, den sie noch nie zuvor gesehen hat. Doch halt, das ist nicht ganz richtig. Gesehen und gehört hat sie ihn schon, denn Fredericks Ricks ist einer der größten Rockstars der USA und Rachel verfolgt seinen Social Media Account und die Berichte in der Presse seit sie denken kann. Es startet für die beiden ein Balanceakt.

Sarina Bowen gehört aufgrund ihres einfühlsamen Schreibstil schon seit Langem zu meinen Lieblingsautoren. Als dieses Buch angekündigt wurde, habe ich mich sehr gefreut. Ob dies Start einer Reihe ist, konnte ich bisher noch nicht feststellen. Auf der Homepage der Autorin scheint es (bislang?) ein Einzelband zu sein.

Ist das denn überhaupt eine Liebesgeschichte oder eher eine Tochter-Vater-Geschichte? Ja, ist es. Denn Frederick ermöglicht Rachel auf die Claiborne Prep zu gehen. Dort trifft sie auf ihren Paten Jake….

Wir haben hier also ein sehr vielfältiges Buch. Zum einen die Geschichte vom Vater, der erst lernen muss einer zu sein. Er hat im Laufe seiner Karriere die Erfahrungen gemacht, dass alle irgendwas von ihm wollen. Es fällt ihm schwer, zu vertrauen und seine wahren Gefühle zu zeigen. Rachel dagegen sieht auf einmal, dass das öffentlich zugängliche Bild ihres Vaters vom „echten Dad“ abweicht. Wut und Angst mischen sich anfänglich in ihre Beziehung. Doch beide verbindet die Musik und es ist schön zu sehen, wie beide nach anfänglichen Startschwierigkeiten zu einander finden.

(Kleine Anmerkung für den Verlag: Ich hatte damit keine Verständnisprobleme, aber nicht jeder Leser, der zu einem deutschen Buch greift, versteht Englisch. Daher wären Fußnoten für den englischen Songtext sinnvoll, da hier sonst ein schöner Buchmoment unverständlich bleibt.)

Kommen wir zum anderen Teil der Geschichte. Jake wird zu Rachels Paten. Er kommuniziert anfänglich nur per Mail mit ihr, um sie auf die Gegebenheiten der neuen Schule vorzubereiten. Da Rachel ihm nicht vom Tod der Mutter schreibt, sind seine lockeren Emails eine echte Abwechslung für sie. Vor Ort stellt sich dann sogar heraus, dass dieser smarte Nerd auch noch gut aussieht. Zusammen mit ihm und ihrer Mitbewohnerin Aurora entwickelt sich das Buch zu einer Collegegeschichte wie die Ivy Years Reihe der Autorin und was da so alles passiert, müsst ihr selber lesen. Ich vergebe volle Punktzahl.

 

Verlag: Lyx

erschienen: 2020

Seiten: 400

ISBN: 978-3736313002

Rezension

Rezension // Tillie Cole – Hades’ Hangmen: Flame & Maddie (Hades’ Hangmen #8)

Sieben Teile verfolge ich nun schon die Hades Hangmen. Eine Dark Romance Reihe vom Feinsten, die schockt und gleichzeitig aufzeigt, dass die harten Biker alle ein Herz haben. Als ich in der Vorschau gesehen habe, dass das achte Buch „Flame und Maddie“ heißen würde, war ich skeptisch. Flame hat doch schon sein Buch (Nummer 3). Was gibt es da noch zu erzählen? Schließlich hat jedes Buch bisher einen Biker behandelt.

Wer die Reihe bisher noch nicht gelesen hat, der sollte auch an dieser Stelle nicht einsteigen, da die Vorgeschichten einfach für das Verständnis erforderlich sind.

Nun muss ich leider sagen, dass dieser 8. Band der schwächste Band ist. Es wärmt Flames Probleme und seine Vergangenheit hinsichtlich der neu anstehenden Herausforderung lediglich auf. Denn Maddie beteiligt sich nun mit ihrer Schwangerschaft am Babyboom im Hauptquartier der Hangmen. Tja, wenn die Hormone durchdrehen, sind die Biker machtlos und beteiligt haben sie sich ja schließlich bei der Zeugung auch. Denn die Erotik kam hier nie zu kurz.

Flame hat aufgrund seiner eigenen Misshandlungen und dem Tod seines Bruders Ängste ohne Ende und sieht das Böse in sich wabern wie Flammen. Allein der Gedanke, Maddie und dem Baby zu schaden, bringen ihn schier um. Obwohl für die Hangmen neue Gefahr durch eine noch unbekannte Organisation droht, plätschert an dieser Stelle die Handlung zäh dahin. Denn wir wissen ja von Flames Vergangenheit. Das sein Halbbruder Ash auch noch mit dem Tod von Slash zu kämpfen hat und eigentlich Hilfe durch seinen einzigen Verwandten benötigt, macht die Situation nicht besser.

Nach der Hälfte des Buches macht sich die schwangere Maddie mit den Jungs endlich auf den Weg zur Vergangenheitsbewältigung. Hier zeigt sich mal wieder, haltet nie eine vor Tatendrang strotzende Schwangere auf!

Das Buch gewinnt einzig und allein durch den Ausblick auf neue Gefahren und mögliche neue Paarungen. Denn Ash scheint ein Auge auf…äh nein verrate ich nicht, aber Viking und….nein…auch nicht. Aber Vikings smarte Sprüche über seine Anakonda und seinen Fortpflanzungstrieb waren der einzige Grund mal ein bisschen zu schmunzeln. Ich vergebe 4 von 10 Punkten für dieses schwache Buch und hoffe, dass dieses Buch lediglich die Vorbereitung für neue Brüder mit neuen Herausforderungen war.

 

 

Verlag: Lyx digital

erschienen: 2020

Seiten: 391

ASIN: B084JGFH53

Rezension

Rezension // J. R. Ward – Into the Fire (Firefighters #1)

“Into the Fire“ beginnt unmittelbar dort, wo die eShort Geschichte „Into the Heat“ mit dem bösen Cliffhanger endete (Achtung Spoiler!): mitten im Einsatz und genau in dem Moment, als Feuerwehrmann Danny gezwungenermaßen seiner Kollegin Anne die Hand abtrennen muss, um sie vor den Flammen zu retten.

Eine Konstellation, die ich vom Verlag als unglücklich gewählt erachte. Denn nicht alle Leser, lesen inzwischen auch ebooks, daher habe ich mich bewusst für den ersten Absatz der Rezension mit Warnhinweis entschieden. Die Kurzgeschichte erklärt die Vorgeschichte und die Anziehungskraft der beiden Protagonisten und hätte meiner Meinung nach nicht vom eigentlichen Buch getrennt werden dürfen.

Es gibt dann zeitlichen einen Cut, beide Helden werden ihre Wunden versorgen und seelisch angeknackst ihr Leben wieder aufnehmen: Anne als Brandermittlerin und Danny als Feuerwehrmann. Bei Ermittlungen stößt Anne wieder auf ihre alte Einheit und die Anziehungskraft der beiden lodert wieder auf, wobei diese nicht das einzige ist, was hier lodert, denn die Gefahr ist allgegenwärtig.

Der Schreibstil ist ähnlich wie bei der Black Dagger Reihe oder den Bourbon Kings: spannend und ereignisreich. Beide Hauptprotagonisten sind vielseitig.

Anne behauptet sich seit frühster Kindheit gegen die Männer der Familie und will in ihrem Job als Feuerwehrfrau glänzen. Der Unfall behindert sie fortan, aber ihre kämpferische Seite sorgt dafür, dass sie zurückkehrt. Dennoch zweifelt sie an sich, ihren Gefühlen und ihrer Wertigkeit.

Danny dagegen ist ein Frauenheld wie er im Buche steht, die damals aufkeimende Anziehung zu Anne scheint durch seine Tat im Keim erstickt und er zergeht selbstzerstörerisch im Selbstmitleid.

Zwei Helden mit Trauma, die sich in einer Stadt mit Machtspielchen, Politik und Profitgier gegen Brandstiftung zusammentun müssen.

Können beide die Makel und Zweifel ausblenden?

Annes Behinderung ist übrigens ein interessanter Aspekt, den ich bisher in keinem erotischen Roman gelesen habe und der von der Autorin wundervoll und glaubhaft beschrieben und gelöst wurde.

Doch das Buch lebt auch von den Schicksalen der Nebenfiguren und zeigt auf, dass ein Held zu sein, nicht immer einfach ist.

Ob diese Geschichte realistisch ist? In Deutschland vermutlich eher nicht, aber wollen wir bei Liebesgeschichten nah an der Realität sein? Wie viele sexy Milliardäre, Köche, Cowboys oder andere Helden gibt es da draußen? Ich vergebe volle Punktzahl für eine feurig, spannende, knisternde, erotische Liebesgeschichte.

 

Verlag: Lyx

erschienen: 2020

Seiten: 464

ISBN: 978-3736311008