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Goldmann

Rezension

Rezension // S. Quinn – Blackwell Lessons: Leidenschaftliches Versprechen (Devoted #4)

Sophia und Marc gehen den Bund der Ehe ein. Vieles ist wunderbar und Sophia wird von Marc wie auf Händen getragen. Doch manches gleicht auch einem Bevormunden und als Sophia eine Hauptrolle in einem Liebesfilm erhält, ist Marc mehr als eifersüchtig.

Die Namensgebung ist ein bisschen verwirrend. Denn eigentlich ist dies keine neue Trilogie, sondern der vierte Band der Devoted Reihe (Geheime Begierde, Verbotene Leidenschaft, Gefährliches Verlangen) bzw. diese Bände knüpfen inhaltlich daran an.

An dieser Stelle empfehle ich unbedingt, die o.a. Reihenfolge einzuhalten, da man sonst rein gar nichts von der Vergangenheit und den Motiven der Figuren versteht.

Ob man eine wundervoll beendete Trilogie unbedingt weiterführen sollte oder muss, werden wir sehen. Die Idee einen erfolgreichen und sexy Schauspieler mit einer Schauspielschülerin bzw. einem jungen Schauspielsternchen zusammenzupacken, ist jedoch abwechslungsreich und durchaus unterhaltsam, denn bei einem Filmdreh passiert so einiges.

Die Eifersüchteleien am Set, Kostümprobe, Fans, Drehalltag alles bietet einen interessanten Kontrast zu den erotischen Szenen zwischen Marc und Sophia.

Sophia hat sich weiterentwickelt und lässt sich von Marc nur noch begrenzt bevormunden. Allerdings ist sie ihm sexuell völlig unterworfen und zwar in einer Form, die ich in zwei Szenen als ungesund und idiotisch bezeichnen würde (Spoiler: Sex im Auto während der Fahrt und Sex mit einer Peitsche während der Schwangerschaft). Dies hat mich zeitweise sehr gestört.

Dennoch bekommt die familäre Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes doppelten Zuwachs und man darf gespannt sein, was die neuen Familienmitglieder, groß wie klein, zur weiteren Geschichte beitragen werden.

Auch die Nebencharaktere Leo, Jen, Baz und Sigourney und Nadia bringen die Handlung und die Dialoge ordentlich voran, so dass das Buch von mir 8 von 10 Punkte erhält und ich gespannt bin, wie es weiter geht.

Verlag: Goldmann
erschienen: 2017
Seiten: 288
ISBN: 978-3442485079

© Sonja Kochmann

 

Rezension

Rezension // Julia Engelmann – Jetzt, Baby

Julia Engelmann legt nun das dritte Buch mit neuen Poetry Slam Texten vor. Begleitet durch lustige Karikaturen erhalten wir Einblicke in Gefühls- und Gedankenwelt in Versform.

Julia Engelmann schafft es tatsächlich auch bei ihrem dritten Buch dem Leser tiefe Einblicke zu gewähren.
Gefühle, Erfahrungen, Familie werden zu Poetry Slam Texten verarbeitet. Diese beinhalten “leichte Kost” wie Musik oder Grumpy Cat oder aber auch schwierigere Themen wie Stress und das leidige Thema des “Erwachsen werdens”.

Obwohl die Autorin durch ihren Sprachstil, so werden zum Beispiel englische Wörter eingeflochten oder Liedtexte zitiert, den Leser nebenbei einfängt, hatte ich im Gegensatz zu den anderen Büchern “Eines Tages, Baby” und “Wir können alles sein, Baby” das Gefühl, dass die Texte kritikreicher, melancholischer und auch rastloser geworden sind.

Manchmal hatte man das Gefühl, dass die Autorin nicht unbedingt Erwachsen werden will und nach wie vor gern das Mädchen im Schlafanzug am Fenster wäre, das sehnsüchtig auf Peter Pan wartet.

Einmal noch mal träumen? Kritik, Melancholie und Gefühle in Versform durchleben? Dann ist dieses Buch mit seinem besonderen Rhythmus etwas, wobei man mit muss   😉    Volle Punktzahl!

Verlag: Goldmann
erschienen: 2016
Seiten: 128
ISBN: 978-3442485680

© Sonja Kochmann

 

© Sonja Kochmann

 

Rezension

Rezension // Joy Fielding – Die Schwester von SONJA

Während eines Dinners wird die kleine Samantha aus ihrem Bettchen in einem Hotelzimmer entführt. Für die Familie bricht eine Welt zusammen. 15 Jahre später erhält Caroline einen Anruf von einer jungen Frau, die vermutet, die entführte Samantha zu sein.Ist dies ein schlechter Scherz? Ein PR Gag? Oder besteht die Chance…..

Ich habe das Buch schon vor der Lesung begonnen. Bereits die ersten Seiten waren für mich als junge Mutter sehr aufwühlend.Joy Fielding liefert hier keinen blutrünstigen Roman ab. Es ist ein Roman, der mit den tief verwurzelten Ängsten von Eltern spielt.

Inspiriert von dem derzeit bekanntesten Entführungsfall “Maddie” zeigt die Autorin die Gefühlswelt der Mutter auf, die durch die Medien die Rolle der “schlechten Mutter” verpasst bekommt. Ihr Umfeld: ihr Mann, ihre ältere Tochter, ihre Mutter, ihr Bruder, Ihre Freunde und auch ihr Arbeitgeber reagieren unterschiedlich.
Die Reaktionen sind durch Dialoge und Situationen anschaulich dargestellt und gehen unter die Haut. Ich musste das Buch sogar zwischenzeitlich aus der Hand legen, da es mir schlaflose Nächte bereitet hat.

Das Buch berichtet hauptsächlich über die Mutter Caroline, deren Leben durch den Verlust in Trümmern liegt und die Schwester Michelle, die ihr Leben im Schatten der entführten Schwester führt.

Das Buch ist mit 448 Seiten kein dünnes Buch, aber die Seiten lesen sich schnell dahin, da Joy Fielding durch kapitelweise Zeitsprünge es schafft, das Geschehen und die Entwicklungen abwechselungsreich darzustellen.

Ich möchte nicht zuviel verraten, doch das Buch findet für Caroline und Michelle ein akzeptables Ende, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass dies so passieren könnte…aber egal, wie wahrscheinlich ist die Entführung des eigenen Kindes…diese Statistik möchte ich nicht testen….9 von 10 Punkten für diesen Elternschocker.

Verlag: Goldmann
Erschienen: 2016
Seiten: 448
ISBN: 978-3442312726 

© Sonja Kochmann