Browsing Tag:

Interview

Interview

Interview // Claudia Brendler

 

Ein Jahr schlich ich um das Buch Eiertanz herum. Ich war mir nicht ganz schlüssig, ob mir ein Buch mit Dialekt gefällt. Zwischenzeitlich vergaß ich auch den Titel und konnte mich nur an das Motiv Huhn mit rosa Karos erinnern. Was macht man da, man zückt das Fotohandy und kauft es dann doch mit ein bisschen Verzögerung …..
© Sonja Kochmann
Belohnt wurde ich wie man an den Rezensionen zu “Eiertanz” und “Paarungszeit” erkennen kann. Aufgrund des sympathischen Schreibstils wurde ich neugierig und stöberte ein bisschen hier und da im Internet und es kam zu einem netten Wortwechsel mit der Autorin, die sich netterweise für ein Interview zur Verfügung gestellt hat:
© Claudia Brendler

 

Woher kam
die Idee für die Bücher mit Dialekten?
Ich habe
schon immer Dialekte geliebt, auch in der Bühnencomedy, konnte aber nicht allzu
viele Dialekte nachahmen. Mit den Queens of Spleens waren wir lange oder und
oft in Bayern auf Tour, wir haben den Dialekt ebenso lieben gelernt wie das
bayerische Bier. Im Programm der Queens of Spleens gibt es deshalb zwei
bayerische Lieder, dh, wir haben uns auch ernsthaft mit bayerischer Volksmusik
beschäftigt, um sie dann zu parodieren. Ich finde, im Dialekt sind die Leute
menschlicher, klingen ehrlicher, zum Teil auch lustiger. Es gibt liebevollere,
natürlich auch derbere und mitunter viel treffendere Bezeichnungen für vieles. Und
es gibt einige Gelegenheiten für Sprachverwirrungen, besonders, wenn auch noch
eine Fremdsprache dazu kommt. Dann passieren Missverständnisse, man versucht,
mit anderen Mitteln zu kommunizieren, es wird lustig und interessant.
Wie
stehen Sie zu den anderen Büchern mit „Lokal Kolorit“?
Ehrlich
gesagt, kenne ich gar nicht so viele. Einige, die auch Bayern zum Thema haben,
habe ich natürlich zu Forschungszwecken gelesen: Krimis. Jörg Maurer, Rita Falk
und Andreas Förg. Einfach, um zu schauen, wie sie den Dialekt einbauen. Gerade
bei Andreas Förg hat mir das Lokalkolorit sehr gut gefallen, das Bayrisch war
bei ihm eher dezent, aber es passte genau zu den Figuren und zur Geschichte.
Und bei uns Hessen, unübertroffen: „Erna, der Baum nadelt. Ein botanisches Drama
am Heiligabend“, von Robert Gernhard (sowieso einer meiner „Götter“) Bernd
Eilert, Pit Knorr. Uralt, aber immer noch superkomisch.
Wie lange
dauerte das Schreiben?
Mit
Recherche schon ein knappes Jahr pro Buch. Ich war mit beiden etwas knapp dran,
hatte auch nebenher noch ein anderes Projekt; dann habe ich noch einiges
umgeworfen, und es wurde bei beiden gegen Ende relativ stressig, ein
Schreibmarathon. Ich habe praktisch im Roman gelebt.
Wie lange
dauerte es, bis Sie einen Verlag für Ihr Buch gefunden haben?
Bei den
beiden Komödien nicht lang. Aber ich war ja schon relativ erfahren, fünfzehn
Jahre Schreiben für die Bühne und Veröffentlichungen in Zeitschriften, mehrere
Romanprojekte, zwei literarische Agenturen, so langsam wusste ich, mit welchen
Themen man gute Chancen hat. Und ich habe eine sehr gute Agentin.
Wer oder
was hat Sie zum Schreiben gebracht?
Das fing
als Kind schon an. Passend dazu konnte ich sehr früh lesen und schreiben, da
bot es sich an. Und es hörte nicht auf. Im Gymnasium schrieb ich Stücke für das
Schultheater, dann meinen ersten (unveröffentlichten) Roman, und so ging es
immer weiter, mit vielen Rückschlägen natürlich. Beim Schreiben braucht man ein
dickes Fell und viel Geduld.
Wie
verläuft ein Arbeitstag bei Ihnen? Wie schreiben Sie?
Meine
beste Zeit ist der frühe Morgen, deshalb versuche ich, in dieser Zeit viel zu
schaffen und mich möglichst wenig abzulenken. Alles andere, Korrespondenz,
Leserunde, Üben für Lesungen, Telefongespräche, versuche ich, in den Nachmittag
zu schieben, auch vieles, was Planen und den Plot betrifft. Der Morgen gehört
dem Schreiben und der Sprache. Planen kann ich auch recht gut während anderer
Tätigkeiten. Mein Arbeitstag verläuft recht diszipliniert, ich versuche auch,
ein Seitensoll zu erfüllen. Abschalten fällt mir relativ schwer, das heißt, ich
denke auch nach dem Arbeiten eigentlich ständig über das aktuelle Projekt nach.
In beiden
Büchern wird mit Augenzwinkern über erotische Bücher berichtet. Mögen Sie
dieses Genre? Was halten Sie von Shades of Grey und Co?
Ich habe,
ebenfalls zu Forschungszwecken, relativ viele dieser Bücher, oft auch nur
Szenen, gelesen. Einfach, weil ich finde, dass in der Beschreibung von Erotik
viel (unfreiwillige) Komik steckt. Es gibt ja auch den „Bad Sex Award“, der in
England jedes Jahr verliehen wird für die unfreiwillig komischste Sexszene in
ansonsten ernster Literatur. Darüber kann ich mich amüsieren. Rein zum
Lesevergnügen kann ich mit dem Genre wenig anfangen, auch Shades of Grey habe
ich recht flüchtig gelesen und konnte speziell dieser Art Erotik nicht viel
abgewinnen.
Haben Sie
auch Haustiere wie zum Beispiel Picco, der Papagei oder eine große Anzahl
Fische?
Schöne
Frage, das müsste man eigentlich denken. Aber ich habe kein einziges Haustier.
Obwohl ich Tiere, speziell Hunde, sehr mag. Sowohl für die Papageien als auch
für die Fische musste ich sehr viel recherchieren, habe mir viel angeschaut und
gelesen, mich auch in unzähligen Foren herumgetrieben, Zum Glück tauschen sich
gerade die Fischfans recht ergiebig aus. So kam ich auch aufs Fischforum.
Allerdings geht es in den echten Fischforen nicht so zur Sache, wie in dem von
mir ausgedachten Forum.
Wer sind
Ihre Lieblingsschriftsteller?
Ralf Rothmann, Michael Köhlmeier, Jenny Erpenbeck, Robert Gernhardt. Gut, dass
Sie in der Mehrzahl fragen, mich für einen/eine zu entscheiden fällt mir
schwer.
Was ist
Ihr Lieblingsbuch?
Oh, das
ist schwierig. Nur eins? Heimsuchung von Jenny Erpenbeck ist großartig.
Was lesen
Sie gerade?
Atlas
eines ängstlichen Mannes von Christoph Ransmayr. Auch ein tolles Buch.
Wie
stehen Sie zum Ebook?
Ich habe
noch keinen Reader! Noch kann ich mich nicht daran gewöhnen. Aber irgendwann
werde ich einen haben, und sicher werden immer Menschen Ebooks lesen. Das Ebook
eröffnet neue Möglichkeiten für Indie-Autoren, das finde ich interessant. Ich
glaube aber, dass es noch eine ganze Weile Bücher geben wird, neben den
Ebooks.
Was hat
es mit Queens of Spleens auf sich?
Wir sind
schon sehr lange ein Musik-Comedy Duo, meine Bühnenkollegin und ich. Zusammen
haben wir sieben Bühnenprogramme geschrieben und gespielt, sind in
Kleinkunsttheatern überall in Deutschland, der Schweiz und Österreich
aufgetreten, auch in einigen Fernsehsendungen. Jetzt machen wir gerade ein
„Best of“-Programm, das Beste (oder für uns Schönste) aus so vielen Jahren.
Auch, um zu feiern, dass es uns gibt, dass wir beide uns nach so langer Zeit
und intensivem Touren immer noch gut verstehen. Das haben nur wenige Duos geschafft.
Sie haben
Philosophie, Germanistik und Englisch studiert. Wollten Sie schon immer Autorin
werden?
Ja. Es
gab aber immer noch die andere Leidenschaft, die Musik. Deshalb habe ich auch
Gitarre studiert, und es ging eigentlich immer zwischen dem Schreiben und der
Musik hin und her. Die Bühnencomedy mit viel Musik und Text ist etwas, das
beides berücksichtigt und noch besser kann ich Text und Musik bei den Lesungen
zusammenbringen, bei denen ich viel Gitarre spiele.
© Claudia Brendler

 

Welche/n
Autor/in würden Sie gerne mal treffen? Welche Frage würden Sie ihm/ihr stellen?
Ich habe gerade Michael Köhlmeyer auf einer Lesung gesehen
und mir Bücher von ihm signieren lassen. Immer würde ich gern wissen, wie die
von mir bewunderten Autoren arbeiten.
Dies alles in eine Frage zu packen, ist schwer. Ich würde in einem Fall
nach der Rolle oder der Stimme des Erzählers fragen, in einem anderen nach den
Figuren, in einem dritten nach der Gesamtstruktur; ich würde meinen
Lieblingsautoren gern ablauschen, wie sie auf ihre poetischen Bilder kommen.
Aber darüber, wie über so vieles, kann man nicht reden. Interessant finde ich
immer, wenn Autoren, von denen ich lernen will, Poetikvorlesungen halten, ich
kaufe sie mir dann meist, wenn sie als Buch herauskommen. In diesen Vorlesungen
werden viele Fragen beantwortet.
Vielen Dank für das Interview und ich bin gespant auf Band drei 😉 

© Sonja Kochmann

 

Interview

Interview // Doris Cramer

In den vergangenen Tagen habe ich
Das Leuchten der Purpurinseln von Doris Cramer
gelesen und war begeistert. Also stöberte ich ein bisschen im Internet und wurde neugierig auf die Autorin. Ein kurzer und sehr netter Mailkontakt brachte dieses tolle Interview hervor. Viel Spass:

 

© Bildschön Das schnelle Bildnetzwerk GmbH
Sie haben selbst den Beruf der Buchhändlerin gelernt.
Wie verhalten sie sich, wenn sie eine Buchhandlung betreten? Stöbern Sie oder
lassen Sie sich gern beraten?
 
Zunächst: Als „gelernter Bücherwurm“ muss
ich mich immer zurückhalten, nicht die schief liegenden Bücher auf den Tischen
der Buchhandlung gerade zu rücken…
J     


Aber im Ernst: Es gibt eine schnuckelige,
kleine Lieblingsbuchhandlung in der Nähe,
dort rufe ich an und bestelle, was ich brauche. Amazon & Co.? Nicht
mit mir!  



Darüber hinaus stöbere ich
gern, ganz besonders in den Buchhandlungen anderer Städte oder auch im Ausland.
Von einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn in den 1980er Jahren habe
ich zum Beispiel einmal einen ganzen Koffer mit wunderschönen deutschsprachigen
Klassikerausgaben aus Irkutsk und St. Petersburg mit nach Hause geschleppt.  Was für Schätze, aber auch: Was für ein
Geschleppe!!!
© Bildschön Das schnelle Bildnetzwerk GmbH




Ich habe seit der 1. Klasse einen Büchereiausweis und
war wirklich traurig als meine Bibliothekarin in Rente ging. Sie waren auch 27
Jahre lang Bibliothekarin. Was vermissen Sie? Hatten Sie auch eine besondere
Bindung zu den Stammkunden der Bibliothek?
Stammleser sind für öffentliche Büchereien
das Salz in der Suppe: Im Laufe der Jahre lernt man sich gut kennen, Vertrauen
entsteht, man weiß um die Lesevorlieben und kann diese schon beim Einkauf der
neuen Bücher berücksichtigen. So kann man auf die Leser eingehen und gezielt
beraten. Häufig ergeben sich spannende Gespräche über Bücher, aber auch darüber
hinaus, und nicht selten kommt man sogar auf ein privates Thema. Das habe ich
geliebt, und ja, ein wenig vermisse ich das. Das zweite Standbein sind Schüler,
bzw. Schulklassen.  Was für ein Trubel!
Doch es ist nicht nur eine wichtige Aufgabe, sondern eine echte Freude, Kindern
bei der Auswahl ihres Lesestoffes zu helfen.
 
Wer ist Ihr Lieblingsschriftsteller?
 
Da gibt
es viele, u.a.
Margaret Atwood, Paul Auster,
John Irving, aber auch Tania Blixen, Anna Gavalda, Alberto Vazquez-Figueroa,
Andrea Camilleri, Elias Canetti.. und diese Liste ließe sich noch problemlos verlängern!

Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Ein
einziges gibt es nicht, aber „Paul Bowles, Himmel über der
Wüste“ lese ich gern immer mal wieder.

Was lesen Sie gerade?
Ich bin
eine berüchtigte Querbeet-Parallel-Leserin. Derzeit lese ich  „Paul Auster, Sunset Park“,“ Jonas Jonasson,
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg“,“ Michael Frayn, Willkommen auf
Skios“ sowie mehrere Sachbücher über das Osmanische Reich.


© privat

 

Haben Sie noch andere Hobbys?


Na ja, zur Zeit ehrlich gesagt gibt‘ s nur
Lesen, Schreiben, Kochen, und dazwischen
immer ein wenig Arabisch lernen
.
Wie stehen Sie zum Ebook?


Einerseits
kritisch, da das Lesen von Belletristik via Bildschirm – für mich! – wesentlich
weniger intensiv ist als bei einem „echten“ Buch. Bei mir behindert das
technische Gerät das Versenken in die Geschichte und die emotionale Hinwendung
zum Text. Andererseits: besser ein Ebook als gar nicht lesen!! Und für Fach- und
Sachbücher entfällt der Gefühlsaspekt
sowieso.
Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht?
 
Meine eigenen
Reisetagebücher, die schon bald nicht nur die Erlebnisse des Tages
dokumentierten, sondern in denen sich auch immer wieder fiktionale Einschübe fanden:
Dieser faltige Oasenbauer, der da neben seinem mageren Esel gebückt des Weges
geht: Drücken ihn vielleicht Sorgen? Welche könnten das sein?  Oder dieses junge Mädchen, das in Staub und
Hitze die Ziegen hütet: Sollte sie nicht in der Schule sitzen? …Und schwupps, schon
war eine kleine Geschichte entstanden. Allmählich
wurden daraus längere Texte mit mehreren Handlungssträngen und irgendwann gab
es den ersten Roman von 380 Seiten. Niemand wollte ihn verlegen (aus gutem
Grund, wie ich heute weiß!) und so liegt er in der berühmten Schublade, wo
viele Autoren ihre nicht veröffentlichten Erstlinge aufbewahren.
Woher kam die Idee für das Buch bzw. die Reihe?


Irgendwann
packte mich der Gedanke, das Gemeinsame der Kulturen diesseits und jenseits des
Mittelmeeres als Basis einer abenteuerlichen Entwicklungsgeschichte zu
verwenden. Schließlich schufen die alten Handelswege hinüber und herüber seit
vorrömischen Zeiten Verbindungen zwischen den Ländern Europas, Nordafrikas und
des Nahen Ostens, respektive  zwischen
der christlichen, der jüdischen und der islamischen Welt. Neben sagenhaften Schätzen
aus den Tiefen des „schwarzen Kontinents“ hatten die großen Karawanen ja immer
auch neue Ideen und fremdes Wissen im Gepäck. Mit diesem Ansatz war es ein
Leichtes, Mirijams Geschichte zwischen Antwerpen und Mogador auszuarbeiten.
Sie reisen viel (Nordafrika, Marokko, Syrien). Können
Sie bestimmte Gegenden besonders empfehlen? Haben Sie dort Freundschaften
geschlossen, die Sie zu bestimmten Charakteren inspiriert haben?
In
Süd-Marokko z.B. ist nicht nur das individuelle Reisen leicht, man erlebt
darüber hinaus auch ein immer noch sehr authentisches und eigenwilliges fremdes
Land mit atemberaubenden Landschaften und ungewöhnlich aufgeschlossenen,
freundlichen Menschen. In Marokko, aber auch in Tunesien und Ägypten sollte man
halt nicht nur Badeurlaub machen, sondern sich umschauen. Es gibt so viel zu
entdecken… Befreundet bin ich mit mehreren Leuten, vor allem mit einer weit
verzweigten  Berberfamilie im Tal des Draá,
deren Schicksal mich seit Jahren intensiv beschäftigt. Anklänge ihrer Familiengeschichte
wird man u.a. im 2. Band der Marokko-Saga „Perlen der Wüste“ wiederfinden…
 
Wie lange dauerte das Schreiben? Wie sieht Ihr
Schreiballtag aus?
 
Während der Arbeit an „Das Leuchten der
Purpurinseln“ war ich Vollzeit berufstätig und konnte nur am Wochenende und im
Urlaub schreiben. Daher hat es vier Jahre gedauert, bis ich das magische Wort
„Ende“ unter die 700 Seiten setzen konnte. Inzwischen liegt mein beruflicher Schwerpunkt
völlig  auf dem Schreiben, sodass der
Folgeroman in weniger als zwei Jahren fertig wurde.  In meiner kreativsten Schaffenszeit, dem
frühen Morgen und Vormittag, konzipiere und schreibe ich neue Szenen, die ich
mit etwas Abstand am Nachmittag des folgenden Tages überarbeite. Manchmal
klappt das nicht so reibungslos, wie man annehmen könnte, aber das Wichtigste,
ist das Weitermachen. Als Autor trägt man seine Arbeit sowieso immer mit sich
herum und der Text arbeitet unentwegt in einem weiter. Man muss also lernen, Geduld
mit sich zu haben.
Was für ein Gefühl ist es das Buch jetzt stapelweise
in den Buchhandlungen zu sehen?
 
Es ist aufregend und eine wirklich große
Freude. Aber noch überwältigender war es für mich, das allererste
Vorabexemplar, das mir meine Lektorin drei Wochen vor Erscheinungstermin  zuschickte, in Händen zu halten. Ein bisschen
ungläubig habe ich den dicken Schmöker von allen Seiten besehen, befühlt und gestreichelt,
drin herumgeblättert … Und dann musste ich es sofort Jedem zeigen, der sich
nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte!


 

 

Ist es richtig, dass der zweite Teil „Die Perlen der
Wüste“ heißen soll und im Sommer 2013 erscheint? Kann man schon was verraten?
Geht es wieder um die gleichen Protagonisten oder um die nächste Generation?


„Die Perlen
der Wüste“ wird tatsächlich im Mai/Juni 2013 als Blanvalet-Taschenbuch
erscheinen, und zwar mit einem wunderschönen Cover, das die LeserInnen in die Weiten
der Wüste lockt… Viel verraten kann ich natürlich noch nicht. Vielleicht dies:
Mirijam und Miguel müssen sich ordentlich um das von ihrer eigensinnigen Tochter
Sarah angerichtete Desaster sorgen…
Herzlichen
Dank für die wirklich schöne Rezension, Sonja! Und dafür, dass Sie mir hier Gelegenheit
geben, ein wenig aus meinem „Nähkästchen“ zu plaudern.


© Bildschön Das schnelle Bildnetzwerk GmbH

 

Vielen Dank für das Interview. Ich melde mich schon mal freiwillig als Testleserin für den zweiten Band J
Interview

Interview // Angelika Schwarzhuber

Nachdem ich ja in den letzten Tagen die Bücher
“Liebesschmarrn und Erdbeerblues – Wie alles begann”
und
“Liebesschmarrn und Erdbeerblues”
regelrecht verschlungen habe, war ich doch neugierig auf die Autorin.
Nach dem Stöbern auf Ihrer Homepage, der Verlagsseite und bei facebook entschloss ich mich der Autorin die Links zu den Rezensionen zu schicken und nach einem Interview zu fragen.
Belohnt wurde ich mit einem netten Emailverkehr und “sakrischer” echter Freude über die Rezensionen. Das Interview möchte ich Euch nicht länger vorenthalten. Viel Spass beim Lesen:
Copyright
©  Carolin Apfelbeck
Wer oder was hat Sie zum
Schreiben gebracht?
Die Liebe zu Geschichten hat
mich zum Schreiben gebracht. Und auch wenn ich beruflich zunächst einen anderen
Weg eingeschlagen hatte, so hat sich letztlich dann doch mein Traumberuf
durchgesetzt.
Wie sind Sie auf den
Charakter von Lene gekommen und woher kam die Idee für das Buch? Wie viel von
Lene steckt in Ihnen?
Auf die Idee für diese
Geschichte bin ich bei der Hausarbeit gekommen. Dabei kann ich immer sehr gut
über Figuren oder einzelne Szenen nachdenken. Plötzlich war dieser Gedanke da:
Wie sagt man auf bayerisch „Ich liebe dich“ und sofort war mir klar, dass ich
eine Geschichte schreiben wollte über eine Frau, die sich genau diese Frage
stellt. Aber sie musste erst etwas über sich selbst lernen, bevor sie darauf
eine Antwort finden konnte.
Natürlich steckt auch ein
bisschen was von Lene in mir. Wir sind beide sehr neugierig und offen anderen
Menschen gegenüber. Und wir kochen sehr gerne. Und da ich schon sehr früh ein
Elternteil verloren habe, konnte ich mich auch sehr gut in Lenes Figur
hineinfühlen.
Wie lange dauerte das
Schreiben?
Alles in allem wenig mehr
als ein halbes Jahr.
Wie lange dauerte es bis Sie
einen Verlag für das Buch gefunden hatten?
Meine Agentur hatte
innerhalb sehr kurzer Zeit einen Verlag für meine Geschichte gefunden. Und ich
bin sehr glücklich, dass ich mit dem Blanvalet Verlag zusammenarbeiten darf.
Die sind alle einfach toll!
Gibt es bei Ihnen auch einen
Eisi?
Früher hatte ich viele Jahre
lang einen kleinen Teddybären, der eine ähnliche Funktion hatte. Doch der ist
inzwischen in seinen wohlverdienten Ruhestand gegangen J
Welche Dialekte (außer Bairisch)
finden sie schön?
Sehr gerne mag ich den
Wiener Dialekt.
Tragen Sie auch gern Dirndl?
Ich muss gestehen, dass ich,
ähnlich wie Lene, zunächst keine Freundin von Dirndlkleidern war. Doch nachdem
ich mir kürzlich mein erstes richtiges Dirndl gekauft habe, trage ich es gerne.
Wer hat alles an den
Rezepten mitgewirkt? Kochen Sie gern?
Mein älterer Sohn hat mit mir
die Rezepte ausprobiert. Er kocht genau so gerne wie ich. Von ihm ist auch das
Rezept für das Blitzschweiners. Und die Schweinelendchen sind tatsächlich ein
Familienrezept.
Haben Sie noch andere
Hobbies?
Leider habe ich nicht allzu
viel Zeit für Hobbies. Aber ich schwimme sehr gerne und ab und zu spiele ich
mit guten Freunden das Kartenspiel Schafkopf.
Haben Sie selbst auch Zeit
zum Lesen? Und zu welchen Autoren/Genre greifen Sie da?
Lesen ist schon immer meine
Leidenschaft und ich versuche, mir da auch immer so gut es geht Zeit zu nehmen.
Vom Genre her bin ich da sehr
offen. Ich mag gerne amüsante, romantische Liebesromane, aber auch spannende
Thriller und Biografien. In der letzten Zeit habe ich beispielsweise Bücher von
David Safier, Charlotte Link, Deborah Harkness und Michaela Karl gelesen.
Für meinen bevorstehenden
Urlaub packe ich mir Bücher von E.L. James, Christine Kabus, David Beckett,
Wolfgang Herrndorf und Tessa Henning ein.
Welches ist Ihr
Lieblingsbuch?
Ein Lieblingsbuch habe ich
keines, aber als Teenager und ganz junge Frau haben mich die Angelique-Bände
schon sehr fasziniert.
Welchen Autor/in würden Sie
gern mal treffen und welche Frage würden Sie ihm/ihr stellen?
J.K. Rowling. Die
Harry-Potter-Bücher habe ich ja erst vor wenigen Jahren in einem Rutsch
verschlungen. Ich würde sie fragen, ob sie nicht doch eine neue Reihe mit der
neuen Hogwarts-Generation starten möchte.
Wie stehen Sie zum Ebook?
Ebook finde ich als
zusätzliches Medium sehr gut und auch praktisch, wobei ich selbst am liebsten
das Buch in der Hand halte.
Wenn die Leser jetzt Lust
auf Urlaub in Bayern bekommen, welche Urlaubsziele und welche kulinarische
Spezialitäten würden Sie empfehlen?
Meine niederbayerische
Heimat ist wunderschön. Ich würde empfehlen ein nettes Hotel oder eine
Ferienwohnung im Bayerischen Wald zu nehmen. Dort findet man Ruhe und
Entspannung, man kann aber auch viele Freizeitaktivitäten unternehmen. Oder
Tagesausflüge machen, zum Beispiel in die schöne Dreiflüssestadt Passau, wo
auch der Roman spielt.
Nun, natürlich steht an
oberster Stelle ein Schweinsbraten mit Semmelknödel und Sauerkraut oder Salat
auf der Speisekarte. Und als Nachspeise würde ich warme Apfelkücherl mit
Vanille-Eis empfehlen J
Sie haben ja auch schon
einige Drehbücher geschrieben. Wie unterscheidet sich die Arbeit an einem
Drehbuch von der Arbeit an einem Roman?
Wie schreiben Sie (Post It Chaos, Stichworte etc.) ?
In einem Drehbuch stehen nur
kurze Anweisungen, was tatsächlich im Film zu sehen oder zu hören ist. Im Roman
ist man viel freier. Man kann Gefühle, Dürfte, Gedanken, Träume, usw.
beschreiben und hat viel mehr Zeit, sich auf die Entwicklung der Figuren und
die Geschichte insgesamt einlassen zu können.
Mein Arbeitstag beginnt sehr
früh am morgen und ich schreibe mit einigen kleinen Pausen so lange, bis am
späten Nachmittag mein jüngster Sohn von der Schule zurück kommt.  Die weitere anfallende Büroarbeit erledige
ich dann oft abends oder an den Wochenenden.
Ich entwickle zuerst ein ca.
8 -10 seitiges Exposé und schreibe danach das Buch. Wenn ich unterwegs bin,
oder z.B. in der Nacht Einfälle für die Entwicklung der Geschichte habe,
spreche ich das auf ein Aufnahmegerät, das ich immer dabei habe.
Was für ein Gefühl ist es,
den Film oder jetzt das fertige Buch zu sehen oder in Händen zu halten?
Einfach nur unglaublich
schön und aufregend J
Was sagen ihre Kinder dazu,
dass Sie einen Liebesroman geschrieben haben und haben sie Sie dabei
unterstützt?
Meine beiden Jungs stehen
total hinter der Geschichte und unterstützen mich immer sehr bei meiner Arbeit.
Mein älterer Sohn ist auch der erste kritische Testleser.
Auf der Homepage ihres
Verlags steht, dass sie derzeit ihr nächstes Buch schreiben? Können Sie schon etwas
verraten?
Nur soviel, dass es sich
wieder um einen Liebesroman handelt, der in Bayern spielen wird.
Vielen Dank für das Interview und auf den neuen Roman bin ich schon sehr gespannt! Vielleicht ja auch wieder als ebook!?
© Sonja Kochmann

 

© Sonja Kochmann