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Rezension

Rezension // Tillie Cole – Hades’ Hangmen: Tanner (Hades’ Hangmen #7)

Nach einem kleinen literarischen Ausflug in harmlose literarische Gefilde kommen hier wieder die dark romance Jungs von Tillie Cole. Also zartbesaitete Leser*innen: Pfoten weg! Hier geht es etwas härter zu und Vorkenntnisse dieser Reihe sind für das Verständnis unbedingt erforderlich.

Tanner wurde einst als Prinz des Klu-Klus-Klans mit den Lehren der White Power Bewegung erzogen. Als er durch einen Deal mit dem mexikanischen Quintana Kartell die junge Adelita kennen lernt, merkt er dass die Grundsätze mit denen er erzogen wurde, nicht wirklich alles für ihn bedeuten. Er wagte den Ausstieg und ging zu den Hades‘ Hangmen, die sich inzwischen im Krieg mit dem Klan und dem Kartell befinden.

Es war niemals damit zu rechnen, dass er unter solchen Umständen auf seine Liebe Adelita erneut treffen würde….

Gegensätzlicher könnte die Herkunft zweier Liebenden nicht sein: ein Klu-Klux-Klan-Prinz und eine mexikanische Kartellprinzessin. Das klingt wie Romeo und Julia in dark romance Form.

Durch geschickte Rückblicke erfährt der Leser wie für Tanner und Adelita aus dem ersten Treffen mit Hass die emotionale Talfahrt mit Reiz, Lust, Leidenschaft und schließlich Liebe wurde.

Obwohl die beiden seit Jahren voneinander getrennt sind, halten sie immer noch an der Liebe zueinander fest. Eine sehr romantische Geschichte zwischen all der Gewalt, denn durch die Geschehnisse der Vorbände geht es nun inzwischen um Leib und Leben für die Hangmen und ihre Frauen. Das auch deren Anführer Styx in die Geschichte um Tanner und Adelita ordentlich verwickelt wird, ist ein gelungener Bonus, denn der stumme Anführer wird mehr und mehr zum Familienmenschen.

Gegen Ende wurde mir die Handlung jedoch etwas zu sprunghaft. Da hätten es ruhig ein oder zwei Kapitel mehr sein können. Daher vergebe ich 9 von 10 Punkten und bin gespannt, wie es bei diesem Cliffhanger weiter gehen könnte. (Meine Vermutung: Viking wird mit als einer der nächsten an die Frau gebracht, obwohl es im Englischen wohl erst um ein anderes Pärchen gehen wird.)

 

Verlag: LYX.digital

erschienen: 2020

Seiten: 454

ASIN: B081Q9MNTZ

Rezension

Rezension // Tillie Cole – Hades’ Hangmen: Hush (Hades’ Hangmen #6)

Zurück zur dark romance vom Feinsten mit der unumstößlichen Warnung vorweg: Diese Reihe ist nichts für schwache Gemüter. Es gibt explizite Szenen von Gewalt und diversen Praktiken und die Bände können auch nicht einzeln gelesen werden, da die Bikergang um die Hades‘ Hangmen diverse Feinde haben und die harten Jungs nach und nach an die Frau gebracht werden. Wer dark romance mit einem ordentlichen Schuss Thriller sucht, der wird hier fündig.

Das Duo Cowboy und Hush bekamen als Nomaden des Clubs bisher stets am Rande ihre Auftritte, da sie nichts ohne einander taten. Der Verdacht für die anderen Biker und auch die Leser kam auf, dass die beiden eher einander als der Frauenwelt zugetan sind. Doch dieses Buch, dass eigentlich „Hush und Cowboy“ heißen müsste, zeigt, die Vorgeschichte der beiden beinhaltet viel mehr Tragik und Grausamkeit, als gedacht. Durch die Erlebnisse der Vergangenheit sind die beiden eng miteinander verbunden.

Als die Schwester von Ky, Sia, durch Juan Garcia erneut bedroht wird, werden diese beiden Hangmen ihre Beschützer. Sia kann selbst ihre Misshandlungen nicht verdrängen und fühlt sich aufgrund der eigenen Vergangenheit stets im Club fehl am Platze. Sie ist tatsächlich neidisch auf die anderen „old ladies“, da diese ihre Vergangenheit überwinden konnten. Etwas, das sie sich wünscht, aber allein nicht schafft. Da geht es vielleicht zu dritt besser…

Eine interessante und abwechslungsreiche Variante, die zwar nichts für mich persönlich ist, aber doch einige Seiten pikant füllte. Hut ab. Der Bikerkrieg bekommt nun auch durch die Aspekte der „White-Power“ -Gegner einen ordentlichen Schub und das Buch beinhaltet dadurch sogar traurige und leider auch aktuelle Kritik bezüglich Diskriminierung und Rassismus.

Tillie Cole hat in diesem sechsten Band ein traurig schönes Buch geschaffen, das einen versöhnlichen Ausklang trotz des anstehendenden Krieges erhält. Volle Punktzahl für drei reine Herzen im Einklang der Liebe.

Auch die Befürchtungen, dass der Reihe bald die Biker ausgehen könnten, dürften sich mit diesem Band erledigt haben. Recht vielversprechend ist von Crow und Rudge am Rande die Rede. Doch weiter wird es endlich mit Tanner gehen. Ich bin gespannt.

 

Verlag: Lyx.digital

erschienen: 2019

Seiten: 325

ASIN: B07V5VQYLQ

 

Rezension

Rezension // Lauren Rowe – The Club: Kiss (The Club #5)

© Sonja Kochmann

Josh Faraday ist ein Playboy und Womanizer vor dem Herrn. Als er seinem Bruder und dessen Freundin Sarah hilft, die Machenschaften des Clubs aufzudecken, findet er mehr als Gefallen an Sarahs Freundin Kat Morgan. Die Lust knistert und beide führen mehr als ein verbales Vorspiel.

Ich fand die Reihe um den Club bislang sehr interessant und auch sehr abwechslungsreich, da die Hauptfiguren Jonas und Sarah es ordentlich in den Federn und eigentlich auch an diversen anderen Orten haben krachen lassen. Nach vier Bänden war die Reihe mit der ersten Paarung Jonas und Sarah inhaltlich abgeschlossen.

Ich war gespannt auf diesen “fünften” Band mit Josh und Kat, da ich die Protagonisten, den Playboy und das wilde-Partygirl mit Bindestrich, sehr sympathisch fand.

Doch es stellte sich leider als ziemlich langweilig heraus. Das Buch setzt inhaltlich am Anfang an. D.h. Josh trifft ein, als Sarah gerade vom Club bedroht wird. Er entdeckt, dass er total auf Kat steht. Diese ebenfalls. Beide wollen einander, pokern aber um die Bedingungen miteinander zu schlafen.

Tja, und das war es dann schon mit der Handlung. Zum Thema Club nichts Neues. Es erfolgen einige lange SMS Dialoge zwischen Josh und Kat, die durchaus die ein oder andere lustige oder pikante Formulierung beinhaltet und diverse Szenen, die im Nachtleben von Las Vegas eingeschoben worden sind, da ja der zeitliche Ablauf durch die Vorbände nicht mehr Spielraum her gab.

Diese Szenen wirken aufgrund der bereits erfolgten Bücher stark konstruiert und waren für mich langatmig, so dass ich das Buch mehrfach weggelegt habe. Zukünftig werde ich die Finger von Büchern lassen, die eine bereits “gelesene” Handlung wieder aufgreifen. Ich finde sowas langweilig.

Gut, fand ich, dass ich aufgrund der Playlist im Buch Audra Mae and the Almighty Sound mit “The Real Thing” oder “The River” entdeckt habe. In das Album werde ich wohl mal öfter reinhören.

Für alle, die noch dazuzulernen haben, gibt es eine Szene mit einem “Sybian”. Ich hab vorher noch nie von so einem Gerät gehört, von daher ist es mal eine Neuheit im Bereich der erotischen Szenen und hat meine Augenbrauen beim Lesen höher wandern lassen.

Daher vergebe ich 2 von 10 Punkten.

Verlag: Piper
erschienen: 2017
Seiten: 400
ISBN: 978-3492060646

© Sonja Kochmann