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Rezension

Rezension // Tillie Cole – Hades’ Hangmen: Rider (Hades’ Hangmen #4)

Achtung! Wer die Vorbände Styx, Kyler und Flame nicht kennt, der hat hier nichts zu suchen. Denn ohne die Vorgeschichte werdet Ihr nicht verstehen, warum der Orden ein schrecklicher Haufen Männer ist, der Frauen misshandelt und die Bikerjungs der Hades Hangmen zwar töten, aber eigentlich Männer mit Herz sind.

Wer mit Schilderungen von Gewalt und Sex mit expliziten Szenen Probleme hat, der sollte ebenfalls die Finger davon lassen. Es handelt sich um dark romance von der düstersten Sorte und ist meines Erachtens schon fast ein Thriller!

Der ehemalige Prophet Cain sitzt misshandelt und scheinbar gebrochen in einer Zelle. Sein Zwillingsbruder hat seinen Platz eingenommen, um den Orden zu führen. Als in die Nachbarzelle die junge Harmony geworfen wird, knüpfen die beiden ein zartes Band und Cain hat einen Grund zu fliehen….

Obwohl die beschriebenen Szenen von religiösem Wahnsinn und erzwungenen Sex eher abstoßend waren, faszinierte mich dennoch die Geschichte um die Hades Hangmen. Cain ist ursprünglich als Spitzel zu den Hangmen gekommen. Doch durch diese Einsicht ist seine ursprüngliche Erziehung im Sinne des Ordens und seine Ansichten ins Wanken geraten. Er möchte lieber wieder Rider sein. Seine innerliche Zerrissenheit wird von Tillie Cole sehr anschaulich beschrieben. Als Harmony ins Visier seines Bruders gerät, inszeniert er eine Flucht, die zeigt, dass in ihm das Gute dominiert.

Liebe und Zärtlichkeit in der Öffentlichkeit stehen hier im Widerspruch zu den Riten des Ordens. Doch die Rückkehr zu den Hangmen scheint kaum möglich, da er diese schweren Jungs einst verraten hat. Doch auch Harmony hat ein Geheimnis…mehr kann man einfach nicht verraten, aber die Geschichte der beiden ist fesselnd und man errät schnell, dass das nächste Paar AK und Phebe sein wird, da Phebe durch den Meister misshandelt und schließlich verschleppt wird.

Ich vergebe volle Punktzahl für diese packende und schockierende Geschichte mit unerwarteten Wendungen.

 

Verlag: Lyx

erschienen: 2019

Seiten: 363

ASIN: B07N1KG54W

Rezension

Rezension // Leigh Bardugo – Das neunte Haus (Alex Stern #1)

Die Autorin Leigh Bardugo ist bereits mit der Grisha-Trilogie, „Das Lied der Krähen“ und „Das Gold der Krähen“ in den Bestseller-Charts. Da ich diese bisher nicht kenne, war ich etwas zögerlich. Doch der Klappentext und der Hinweis des Verlages, dass dieses Buch mit den bisher erschienen Bücher nichts zu tun hat, machten mich neugierig und ich wurde mit einigen schlaflosen Lesenächten belohnt.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Allerdings war ich anfänglich von den vielen Namen und den okkulten Einzelheiten erschlagen. Doch so ging es der Protagonistin Alex Stern ebenfalls. Sie wird aufgrund ihrer Fähigkeiten (sie sieht Geister) vom neunten Haus der Universität Yale rekrutiert.

Das neunte Haus Lethe hat die Aufsicht über die übrigen Häuser, die durch Okkultismus und Magie Macht ausüben. Zu Ihnen gehören Skulls an Bones, Scroll an Key, Book and Snake, Wolf’s Head, Manuscript, Aurelian, St. Elmo’s und Berzelius. Denn New Haven liegt nah am Schleier. Da wird schon mal für einen Börsenkurs oder ein Bestsellerroman ein Obdachloser aufgeschlitzt, eine Beschwörung abgehalten oder Knochenstaub verwendet.

Macht zieht jedoch immer auch das Böse an und so wird das friedlich angepriesene Campus-Leben schnell gefährlich. Als eine junge Frau ermordet wird, ist die Frage, wer oder was steckt dahinter?

Alex Stern ist aufgrund ihrer Vergangenheit, die für den Leser nach und nach durch Rückblicke preisgegeben wird, eine klare Anti-Heldin. Sie passt in keine Form und dies scheint Fluch und Segen zugleich zu sein.

Denn ihre Gegner und davon gibt es einige, scheinen dadurch irritiert zu sein und können sich nicht recht auf ihre Art, in den Kampf zu ziehen einstellen. Die Art der Waffen und die Methoden sind Alex egal. Sie lässt sich nicht in den Staub zwingen und so habe ich Seite um Seite mit ihr mitgefiebert.

Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber die Mischung aus Campus, Magie, Mord und Intrigen hat mir gut gefallen. Ich vergebe aufgrund der leichten Einstiegsschwierigkeiten 9 von 10 Punkten und hoffe aufgrund des Endes auf einen weiteren Band. Für Fans von Supernatural und Co. ein Muss.

 

Verlag: Knaur HC

erschienen: 2020

Seiten: 528

ISBN: 978-3426227176

Rezension

Rezension // Cally Stronk – Leonie Looping: Kleine Robbe in Not (Leonie Looping #7)

Obwohl mein Sohn Justus und ich festgestellt haben, dass diese Reihe eher etwas für Mädchen ist, waren wir aufgrund des Themas „Plastikmüll“ gespannt, wie es der Autorin gelingt, dieses wichtige Thema in eine Geschichte für Kinder zum Vor- und Selberlesen zu verpacken.

Verpackung. Müll. Plastik. Alles ist in unserem Alltag zu finden. Leider auch am Strand. Denn dort machen Leonie und die Schmetterlingselfen Urlaub. Sie sind entsetzt, wie der Strand aussieht und das die Tiere dort darunter leiden müssen.

Der erneute Perspektivwechsel des Mädchens Leonie zur Elfe zeigt den kleinen Lesern auf, wie gefährlich der Müll ist. Müll sortieren und vernünftig entsorgen, steht auf dem Programm. Oder kann man vielleicht bereits beim Ursprung Müll vermeiden? Das Buch geht kindlich an dieses Thema heran und bietet sogar Plastikspartipps.

Leonie und ihre Freunde bekommen übrigens echt friesische Fremdenführer vom Wattwurm bis zur Möwe ist alles dabei. Einziger Kritikpunkt: der Dialekt der Möwe, dieser war zwar für den erwachsenen Vorleser witzig, für den Erstleser jedoch sehr schwer zu verstehen. Ich vergebe daher 9 von 10 Punkten.

 

Verlag: Ravensburger Verlag GmbH

erschienen: 2019

Seiten: 100

ISBN: 978-3473361281