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Rezension

Rezension // Audrey Carlan – Lotus House: Lustvolles Erwachen (Lotus House #1)

Audrey Carlan führt mit ihrem gewohnt lockeren und leichten Schreibstil zwei Protagonisten zusammen. Durch kapitelweisen Perspektivwechsel erfahren wir vom Profibaseballer Trent, der nach einer Knieverletzung, um seinen Vertrag kämpfen muss. Er soll als Ergänzung zur Physiotherapie Yoga machen. Natürlich – ganz Macho – hält er nichts davon, denn für ihn ist Yoga nur etwas für Öko-Bienen und Vegetarierinnen. Wenn man das liest und die kecken Dialoge der Autorin kennt, ahnt man schon von dem Spaß, der die Leser erwartet.

Er wird auf Genevieve treffen, die beide Elternteile verloren hat und für ihre beiden Geschwister Rowan, der zufälligerweise eine Baseballkarriere anstrebt, und die kleine Mary verantwortlich ist.

Der Schauplatz des erotischen Battles wird die Yogaschule Lotus House sein, die bunt und farbenfroh umringt von tollen Läden wie das Café Rainy Day, die Bäckerei Sunflower und der Buchladen Tattered Pages auf die Kontrahenten oder die zukünftig Liebenden wartet.

Bereits in der ersten Yogastunde knistert die Luft und dann war ich tatsächlich geschockt. Denn die Übersetzung (denn daran muss es wirklich liegen, da ich alle Bücher von Audrey Carlan und inzwischen auch Band 2 der Lotus House Reihe kenne) ist schrecklich bei den erotischen Szenen! Saugrohr, Hupen, Abspritzsahne und noch viel schlimmer…Formulierungen, die ich bei Ullstein nicht erwartet hätte und mir den Lesespaß doch getrübt hat

Da ich die Autorin und auch die Yogis Mila, Dara, Luna und Co. vielversprechend finde, werde ich natürlich am Ball bleiben. Ich vergebe 8 von 10 Punkten, obwohl es inhaltlich hätte vielmehr sein können.

(Hinweis: Band 2 wurde von einer anderen Übersetzerin bearbeitet. Allerdings müssen wir wohl bei Band 5 der Reihe wieder nach dem Motto „Augen zu und durch“ vorgehen. Bitte lieber Verlag, achtet doch mehr auf eine ansprechendere Übersetzung!)

 

Verlag: Ullstein

erschienen: 2019

Seiten: 352

ISBN: 978-3548291109

Rezension

Rezension // Jane Linfoot – Sommer im kleinen Brautladen am Strand (Wedding Shop #3)

Die Besitzerin von „Brides by the Sea“ Jess bietet Lily nach einem dringend benötigten Neuanfang einen Job an. Sie soll die Dekorationen für die Hochzeitslocations machen.

Für Lily erstmal eine kurzfristige Lösung, so kann sie immerhin ihren Freundinnen Sera, Poppy, Immie und Jess helfen und ihre Mutter und Immie bei den Hochzeitsvorbereitungen unterstützen.

Doch für Poppy und Rafe und dem Gutshof Daisy Hill gibt es ordentlich Konkurrenz, denn im Herrenhaus Rose Hill Manor sollen jetzt auch Hochzeiten satt finden. Und ausgerechnet organisiert von Kip Penryn….

„Sommer im kleinen Brautladen am Strand“ ist der dritte Band der Reihe und kann auch gut gerne allein gelesen werden. Wer allerdings die Freundinnen und allerlei Hochzeitspannen und die Vorgeschichten wissen will, sollte empfehlenswerter Weise die Reihenfolge einhalten.

Wir haben hier ein sehr abwechslungsreiches Buch: Lily braucht einen Neuanfang nach gescheiterter Ehe und Kündigung im Job, ihre Mutter versucht sie ständig zu verkuppeln und hat nach 5 Jahren Witwendasein auf einmal einen Verlobten. Nicht einfach sich da auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

Immie konkurriert mit der Ex ihres Verlobten, was zu einem wahren Instagram Fight der Bräute ausartet und teilweise sehr witzig und beinahe wichtiger als die Haupthandlung war.

Kip großer Konkurrent und bereits in seiner Jugend als Bad Boy verschrien, möchte ebenfalls ein Stück vom Hochzeitskuchen. Ich habe Kip und Lily teilweise als sehr zänkisch empfunden. Das typische Katz- und Mausspiel viel hier sehr langatmig und schlicht aus, so dass ich erst im letzten Viertel mit diesem Pärchen warm wurde.

Ich vergebe daher 8 von 10 Punkten. Ein Tost auf dieses Buch, dass die Cocktailrezepte gleich mitliefert.

 

Verlag: MIRA Taschenbuch

erschienen: 2019

Seiten: 272

ISBN: 978-3745700145

Rezension

Rezension // Kathryn Taylor – Dunmor Castle – Das Licht im Dunkeln (Dunmor Castle #1 )

Die Amerikanerin Lexie erhält von ihrem Chef den Auftrag, die Inneneinrichtung für Dunmore Castle zu entwerfen, denn ihr Boss möchte die Burg kaufen und ein Hotel darin eröffnen.

Als sie die idyllische Umgebung und das Anwesen betritt, kommt ihr alles seltsam bekannt vor und auch ihre seit frühster Kindheit wiederkehrenden Alpträume kehren zurück. War sie schon einmal hier? Und ist wirklich alles idyllisch? Als Vollwaise kann sie niemanden fragen.

Die Dorfgemeinschaft und die Bewohner von Dunmore Castle nehmen ihre Ankunft nicht gastfreundschaftlich auf. Sie haben viel mehr ein gut gehütetes Geheimnis und scheinen dies auch mit allen Mitteln verteidigen zu wollen. Hilfe erhält sie unerwartet vom unehelichen Sohn des Burgbesitzers, doch auch der scheint eigene Ziele zu haben….

Kathryn Taylor gehört schon lange zu meinen Lieblingsautorinnen, so dass ich mich sehr auf ihren lockeren und leichten Schreibstil gefreut habe. Lexie ist eine sympathische Protagonistin, der allerdings von Seite zu Seite ihre Gutmütigkeit zum Verhängnis wird:

Wem kann sie wirklich trauen?

Denn vom Polizisten über Pfarrer, Arzt, Wirt gibt es hier allerhand Personen, die ein Geheimnis haben und nicht mit offenen Karten spielen. Lexie muss sogar um ihr Leben bangen und wird trotz Ermahnungen von ihrer Freundin Betty und Grayson nicht skeptischer und läuft trottelig naiv durch die Landschaft, was zu einem wirklich fiesen Cliffhanger führt. (Lexie und der Leser werden quasi am Rande der Handlung im Nichts baumeln gelassen….sorry Kathryn das musste jetzt sein.)

Während des Lesens war ich hin und her gerissen. Ist Grayson anziehend und geheimnisvoll? Ist er wirklich zwiegespalten oder hinterhältig?

Sind diese Geheimnisse Zuviel des Guten oder ein Geniestreich der Autorin? Ich werde auf den nächsten Band warten müssen (oh mein Gott) und vergebe 8 von 10 Punkten.

 

Verlag: Bastei Lübbe

erschienen: 2019

Seiten: 352

ISBN: 978-3404178148