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Humor

Rezension

Rezension // Lauren Weisberger – Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück (Der Teufel trägt Prada #2)

© Sonja Kochmann

Acht Jahre sind seit dem Ausscheiden von Andy aus dem Assistententeam von Miranda Priestly vergangen. Sie hat sich ein neues Leben als Herausgeberin eines Hochzeitsmagazins, als Ehefrau eines New Yorker Geldadligen und als Busenfreundin ihrer ehemaligen Feindin Emily erarbeitet. Doch Miranda zieht weiter ihre Kreise…

Ich hab “Der Teufel trägt Prada” nicht gelesen, sondern lediglich den Film gesehen. So kam es, dass ich konkrete Vorstellungen von Andy (Anne Hathaway) und Miranda (Meryl Streep) hatte. Auch habe ich mir aufgrund des Klappentextes spritzige und bissige Dialoge zwischen Andy und Miranda versprochen.

Doch es passierte einfach NICHTS. Das Buch plätschert einfach so dahin. Es wird berichtet, wie Andy und Emily sich angefreundet haben, wie sie ihren Mann kennen lernt, sie sich verloben, heiraten, was sie erlebt bei ihrer Zeitungsgründung, welche Leute sie trifft…..

Zwischendurch träumt sie “posttraumatisch” ein bisschen von Miranda, sieht sie auf Parties von Weitem und wieder NICHTS. Irgendwann streckt Miranda ihre Fühler aus, aber dies wirkt sich nicht durch Dialoge oder großartige Szenen mit ihr aus, sondern durch Kontakt mit ihren neuen Untergebenen. Wieder NICHTS Besonderes.
Zum Ende taucht sie ein/zwei Mal auf, aber dies als Rache und Rückkehr zu verkaufen, ist wohl etwas happig. Andys Leben verändert sich zwar dadurch drastisch, aber mir hat dies unter dem Aspekt “Die Rache trägt Prada: Der Teufel kehrt zurück” nicht gefallen und ich war enttäuscht.
Das Buch hat unter dem Aspekt “Das Leben von Andy” sicherlich nette Züge, aber es reicht für eine gute Bewertung nicht: 4 von 10 Punkten.

Verlag: Goldmann
erschienen: 2013
Seiten: 448
ISBN: 978-3442542871

 

Gesehen am Frankfurter Bahnhof 2013
© Sonja Kochmann

 

Rezension

Rezension // Angelika Schwarzhuber: Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück (#2)

Hanna ist eine Stadtpflanze, als ihr der letzte Wille ihrer Oma Berta eröffnet wird, hält sie alles für einen schlechten Witz: Sie erbt den Bauernhof und ein beträchtliches Barvermögen nur, wenn sie die nächsten 3 Monate inklusive Nächte auf dem Hof verbringt und einen Mann aus der Landwirtschaft heiratet. Schon bald geben sich die Verehrer die Klinke in die Hand. Doch es gibt nicht nur Verehrer….

In letzter Zeit boomen die Liebesromane mit “lokalkolorit”. Ich selbst habe als Liebesromanfan schon mehrfach zugegriffen, so dass es natürlich schwer ist, dem Leser noch etwas Neues zu bieten. Auch lässt sich das grundsätzliche Schema eines Liebesromans nicht wirklich abwandeln: Frau A trifft Mann B. Sympathie, Gekabbel, Probleme, Lösung: Happy End.

Die Gestaltung dieser Kette ist das Entscheidende und das ist hier im zweiten Roman der Autorin hervorragend gelungen. Die Haupt- und auch Nebenprotagonisten einschließlich Quotenhund  sind sympathisch und liebenswert. Selbst der oder die Unruhestifter/in ist glaubwürdig und sorgt für ein ordentliches Kuddelmuddel. Auch hat die gute Hanna auch nicht nur ein Problem, was zu lösen gilt, so dass die arme Heldin vor lauter Stress beinah die echte Liebe übersieht.

Der berufliche Teil von Hanna und auch der Rückblick auf einen jungen Mann in der Vergangenheit lassen die Leser sogar ein bisschen grübeln, was in einer Beziehung wirklich wichtig ist.

Es gibt auch ein Wiedersehen mit Lene und Karl aus Liebesschmarrn und Erdbeerblues, worüber ich mich sehr gefreut habe. (Schließlich will man ja wissen, wie es seinen Romanfiguren so geht.) Dies ist jedoch so neutral gehalten, dass man diesen Band nicht unbedingt kennen muss. (Aber er ist wirklich gut – nur so am Rande.)

Die verwendeten bayrischen Begriffe sind minimal und halten sich in Grenzen. Es werden keine ganzen Dialoge damit bestritten, sondern einzelne Begriffe damit “koloriert”. Wer aufgrund seiner Herkunft, ins Stocken gerät, kann nachschlagen. Eine Erklärung ist dabei. Wimmerl klingen übrigens viel hübscher als Pickel.

10 von 10 Punkten für dieses turbolente Liebeschaos.

Tipp: Auf der Verlagsseite gibt es ein aktuelles Interview und auf unserer Blogseite gibt es ein Interview, was im Rahmen des Debutromans mit der Autorin 2012 geführt wurde.

Verlag: Blanvalet
erschienen: 2013
Seiten: 416
ISBN: 978-3442380749

 

Rezension

Rezension // Claudia Brendler – Paarungszeit

© Sonja Kochmann

Nach Eiertanz kommt Paarungszeit: Im oberbayrischen Neuenthal herrscht mal wieder Chaos und Kriegsstimmung: Therese kandidiert um das Amt der Bürgermeisterin und hat einige Gegenkandidaten, die mit Unterstützung der Strobls zu unfairen Mitteln greifen. Susn will heiraten und der Bräutigam und die Schwiegereltern sind so gar nicht Thereses Geschmack. Dennoch wird der Erzeuger von Susn eingeladen und…..

Die bereits aus dem ersten Band “Eiertanz” bewährte Mischung aus schrulligen Hauptfiguren gemischt mit Dialekt aus hochdeutsch, bayrisch und sächsisch bekommt hier hammerharte Verstärkung: französische Touristen mit einem Hauch Englisch: Zum Schießen.

Trotz allem Chaos bahnen sich hier mehrere Liebesgeschichten ihren Weg mit denen man so anfänglich nicht gerechnet hat. Die erotische Literatur wird von der Autorin ordentlich aufs Korn genommen und bei Brustwarzön und Co. kann kein Auge trocken bleiben.

Für diesem Schenkelklopfer hab ich nur zwei Tage gebraucht, da ich aus dem Grinsen nicht mehr herauskam. Ich würde sogar von meiner Familie gefragt, was ich da bloß lese: 10 von 10 Punkten! Hosd mi?

Verlag: Droemer Knaur
erschienen: 2013
Seiten: 336
ISBN: 978-3426213643