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Bilderbuch

Rezension

Rezension // Neal Layton – Unser Leben: Und wie alles in der Natur zusammenhängt

Neal Layton erklärt in diesem Sachbuch für Kinder die Biodiversität. Biowas? Genau ein schweres Wort einfach und mit bunten Bildern verständlich erklärt: In der Tier- und Pflanzenwelt leben eine Vielfalt an Arten. Je nach Lebensraum ist es ein miteinander und auch ein Fressen und Gefressen werden.

Obwohl alles augenscheinlich total kompliziert miteinander verknüpft ist, erklärt der Autor den Begriff des Lebensraums. Mit übersichtlichen Skizzen und Beispielen kann man schnell erkennen, dass sich dies nicht nur auf kleine Bereiche beschränkt.

Da kommt man beim Blättern nicht mehr aus dem Staunen raus und da es sich um ein lebendiges Sachbuch handelt und Staunen ausdrücklich erlaubt ist, sind Begriffe wie zum Beispiel „Donnerwetter“ hier auch zu finden.

Das Netz des Lebens ist also vielfältig und aufeinander abgestimmt. Dies alles würde auch super weiterfunktionieren, wenn der Mensch nicht eingreifen würde. Durch diesen Eingriff kommt es zur Umweltverschmutzung und zum Artensterben. Da wir das alle nicht wollen, werden wir Leser direkt angesprochen. Wir können auch etwas tun und müssen das sogar. Nun denkt sich so mancher Leser vielleicht: „Ich bin noch so klein…..“, das macht gar nichts; im Buch sind Beispiele von prominenten Umweltschützern, die klein angefangen haben oder so alt sind wie Du (und ich…damals…..vor ein paar Jahr(zehnten)en….*hust*).

Natürlich darf ein Zitat von David Attenborough nicht fehlen:

„Niemand wird schützen, was ihm nicht wichtig ist, und niemand wird sich um das kümmern, was er noch nie erlebt hat.“

Ich denke, es ist nie zu früh und auch nie zu spät zu diesem Buch zu greifen. Für uns hat das Buch den Besuch im Klimahaus in Bremerhaven abgerundet. Beides in der Kombination ist unschlagbar, um das Umweltbewusstsein der Kleinen zu fördern. 9 von 10 Punkten, da die Illustrationen nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben, aber dennoch zum Buch passten.

 

Verlag: Carlsen

erschienen: 2022

Seiten: 32

ISBN: 978-3551254573

Rezension

Rezension // Måns Gahrton – Sonja und die Ent-Scheidungsmütze

Auf dieses Buch bin ich natürlich durch den interessanten Titel gestoßen. Meine Namensvetterin hat eine Ent-Scheidungsmütze? Was ist das? Braucht man das? Man braucht es nicht, aber leider stehen viele Kinder vor einem ähnlichen Problem:

Sonjas Eltern haben sich getrennt. Sie lebt abwechselnd bei ihrem Vater und ihrer Mutter. Als die kalte Jahreszeit anbricht, schenkt ihr Vater ihr eine Mütze, die ihre Mutter einst ihrem Vater gestrickt hat. Der Vater denkt bedauernd an die Zeit zurück und freut sich, dass Sonja diese Mütze gern im Kindergarten trägt. Doch als ihre Mutter diese Mütze sieht, kauft sie kurzerhand eine neue. Die hat Sonja aber auch gern. Sie ist hin und hergerissen. Irgendwann wird Sonja das alles Zuviel und mag beide nicht mehr….

Das Buch beschreibt durch diese einfache Geschichte die Zerrissenheit von Sonja. Bereits auf dem bunten Cover und die wundervollen Bilder von Johan Unenge kann man das Wirrwarr in Sonja Kopf erahnen. Sie sitzt im wahrsten Sinne des Wortes zwischen den Stühlen. Beide Elternteile sind noch mit sich selbst beschäftigt. Sie verarbeiten die Trennung unterschiedlich und nehmen auf Sonja keine Rücksicht. Der Vater sitzt noch auf den Umzugskisten, während die Mutter bereits in ein neues Leben startet. Sonja zählt die Schritte vom Kindergarten zu ihrem Vater und zu ihrer Mutter. Beide sind von dort fast gleich entfernt, aber zueinander ist die Entfernung sehr, sehr groß. An dieser Stelle möchte man Sonja einfach nur umarmen und mit den Eltern aufgrund des mangelnden Verständnisses schimpfen.

Doch nehmen wir das Buch als Verbesserungsvorschlag mit dem darin enthaltenen Appell bei Trennungen: Stellt Eure Kinder nicht vor die Wahl, wenn eine dauerhafte Entscheidung nicht nötig ist. Beide Elternteile sind gleichberechtigt.

Ich vergebe volle Punktzahl und schaut unbedingt auf das versöhnliche Ende, wer im Sommer die beiden Mützen trägt. 😉

 

 

Verlag: Carlsen

erschienen: 2022

Seiten: 40

ISBN: 978-3551522030

Rezension

Rezension // Maike Harel – So schlafen die Tiere

Habt Ihr auch Energiebündel, die einfach nicht schlafen wollen? Dann habe ich hier das richtige Vorlesebuch für Euch. Mit wunderschönen Zeichnungen von Florian Fuchs wird hier den kleinen heranwachsenden Lesern mit tierischen Beispielen aufgezeigt, dass es nicht nur in der Menschenwelt, sondern auch im Tierreich, Schlafenszeit ist.

Im Dschungel, im Meer, in der Savanne, im Wald und auf der Wiese sind die Tiere auch müde und rollen sich ein. Nur die Eule wacht, wenn andere schlafen. Je nach Lebensraum und Tier sind die Zeichnungen detailreich und vielfältig. Vom Sternenbild über Nordlichter oder die einzelne Feder oder der Fellbüschel; alles ist realistisch und sorgfältig recherchiert.

Mein Sohn ist schon zu alt für dieses Buch, aber er hat sich die Bilder angeschaut und gesagt: „So schön möchte ich auch malen können.“ Ein gerechtfertigtes Kompliment.

In Reimen werden geschickt Schlüsselwörter wie müde, gähnen, geborgen, träumen und warm untergebracht. Vielleicht hilft es 😉 schließlich muss man ja auch immer gähnen, wenn es jemand vormacht. Viel Erfolg, aber Zähne putzen nicht vergessen. Wir vergeben volle Punktzahl.

 

 

Verlag: Carlsen

erschienen: 2022

Seiten: 32

ISBN: 978-3551521279