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Rezension // Markus Heitz – Doors: Energija (Doors Staffel #2)

Nach der kostenlose Pilotfolge von Doors Staffel 2 galt es sich auch diesmal zu entscheiden: Welches Handlungsszenario um die Hackerin Suna alias Nótt sollte es sein? Da ich ein absoluter Fan von Markus Heitz bin, stand für mich fest, dass ich alle drei Bände lesen werde.

Den Anfang machte ich mit „Energija“. Hier ist der Schwerpunkt auf die junge Russin Milana gelegt. Als sie mit dem unerwarteten Tod ihres Vaters konfrontiert wird, reißt sie nach Cardarache, um herauszufinden, warum ihr Vater starb und woran er wissenschaftlich gearbeitet hat.

Ihre Wege kreuzen sich mit der Hackerin Suna, die ihr als Nótt unerwartet Unterstützung gewährt. Als sie im Fusionsreaktor auf die geheimen Forschungen stößt und man sie aus dem Weg räumen will,  bleibt für sie nur die Flucht nach vorn und zwar durch eine uns bekannte Tür direkt in die Zukunft. (An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass man die anderen Teile nicht kennen muss; es allerdings kleine Verknüpfungen gibt. So haben die Leser der Staffel 1 es leichter, da wir bereits über ein Wissen, über die Art der Türen und ihre Macht haben.)

Das Buch zeigt auf eindrucksvoller Weise durch den interessanten und spannenden Schreibstil des Autors, dass eine Firma durch Geld und Macht durchaus einen Staat beeinflussen kann.

Milana ist durch ihre Eigenschaften die ideale Protagonistin, da sie durch ihre Entschlossenheit den nötigen Biss hat, den Tod ihres Vaters auf zu klären und den Machenschaften von PrimeCon auf den Grund zu gehen.

Sie bekommt die Gelegenheit, sich von einer einfachen Agenturchefin zu einer Heldin zu entwickeln. Ich vergebe acht von zehn Punkten für diesen Ausflug in die Zukunft.

 

Verlag: Knaur TB

erschienen: 2019

Seiten: 320

ISBN: 978-3426524626

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Rezension // Michael Tsokos – Schwimmen Tote immer oben?: Die häufigsten Irrtümer über die Rechtsmedizin (#2)

Mit dem Sachbuch „Schwimmen Tote immer oben?“ Gewährt uns Michael Tsokos einen Einblick in die Rechtsmedizin und klärt einige Irrtümer über sein Fachgebiet auf.

Wer nun mit einem trockenen Sachbuch rechnet, der täuscht sich. Wir erfahren durch einen lebhaften Schreibstil interessante Aspekte dieses Berufsstandes und werden über Klischees, wie sie uns in Film und Fernsehen verkauft werden, aufgeklärt.

Dabei merkt man Michael Tsokos an, dass er mit diesem Buch jedoch dem Leser nicht den Spaß an Sendungen wie zum Beispiel dem „Tatort“ verderben will, sondern viel mehr Aufklären und Berichten will. Schließlich konsumiert er selbst Krimis als Unterhaltung und nicht als Fortbildung.

Das Buch wird mit lustigen Skizzen aus dem Alltag des Rechtsmediziners garniert und hat allerhand Wissenswertes zu bieten: so erfahren wir u.a. über unsichere und sichere Todeszeichen, über eine ganz eigene Visitenkarte von Bitterfeld, warum es in der echten Rechtsmedizin kein festes dauerhaftes Team zwischen Rechtsmediziner und ermittelnden Polizisten geben kann, dass ärztliche Schweigepflicht auch über den Tod hinaus geht und dass die DNA Fluch und Segen zugleich ist.

Was eine trockene Lunge mit Ertrinken und Schmelzkäse mit autoerotischen Handlungen zu tun hat, das solltet ihr unbedingt selbst lesen! Ich vergebe volle Punktzahl und habe mir vorgenommen, weitere Sachbücher dieses Autors zu lesen.

 

Verlag: Droemer HC

erschienen: 2019

Seiten: 176

ISBN: 978-3426277645

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Rezension // Anne Barns – Bratapfel am Meer (#2)

Mit „Bratapfel am Meer“ bringt uns Anne Barns auf die winterliche Nordseeinsel Juist. Die Intensivkrankenschwester Caro bekommt von einer Patientin nach deren Tod eine Perlenkette und den Auftrag, diese Kette zu ihrer großen Liebe zurück nach Juist zu bringen.

Da sie selbst eine Auszeit von ihrem stressigen Alltag bitter nötig hat, fährt sie zur Weihnachtszeit auf die kleine Insel. Sie wird von einer Handvoll Insulaner empfangen, die ihr bei der Suche helfen.

Anne Barns hat mit ihrem gewohnt lockeren und leichten Schreibstil wieder ein wundervolles Buch abgeliefert, auf das sich das Warten gelohnt hat.

Caro wird wie bereits erwähnt, von einigen Insulaner empfangen, die den Anne Barns Fans nicht unbekannt sind. Denn bereits im Erstlingswerk „Apfelkuchen am Meer“ und in der eBook Kurzgeschichte „Apfelträume am Meer“ kommen Merle, Enna und Co. drin vor. Allerdings ist dieses Buch und die Kurzgeschichte eine eigene in sich abgeschlossene Geschichte, so dass diese nicht unbedingt erforderlich sind. Aber weil es so schön ist, sie alle wieder zu sehen, empfehle ich es dennoch vorab zu lesen!

Merle und Caro verbinden die Freude am Backen und der besonders geschulte Geschmackssinn und so hat man beim Lesen tatsächlich immer Hunger, da die wundervoll geschilderten Rezepte und Erzeugnisse, die sich auch im Anhang finden, die Handlung garnieren.

Garniert, wird die Handlung übrigens auch durch Liedtexte. Denn auf der Suche nach Elfriedes großer Liebe, gabelt sie den Anhalter Max mit seiner Gitarre auf, der rein zufällig auf Juist einen Kumpel hat.

Wie wir im Anhang erfahren, sind die wundervollen Liedtexte von der Gruppe „Scheer“. Ich habe mir die Lieder, die im Buch vorkommen, auf Spotify angehört und ich muss sagen, ich bin begeistert! Ich habe mir auch noch einige andere Lieder darüber hinaus angehört und habe eine neue Band für mich entdeckt.

Rezepte und Musik sind jedoch nicht das einzige, was dieses Buch auszeichnet, denn die Insulaner mit denen Caro zu tun hat, haben einen unbeschreiblichen Optimismus. Sie haben ein Motto: „Und am Ende wird alles gut und wenn es noch nicht gut ist, dann war es noch nicht das Ende.

Da Caro in einer Art Lebenskrise steckt und auch der Anhalter Max mit seiner Zukunft hadert, sind die Juister genau die richtige Truppe.

Die zu klärenden Geheimnisse, die Ereignisse auf dem verschneiten Juist und die wundervoll geschilderte Landschaft sind da eine echte Herausforderung und eine Ablenkung zugleich.

Die beschriebenen Köstlichkeiten verführen einen beim Lesen, fast ständig zu naschen. Das ergeht allerdings auch der Protagonistin so, denn man hat fast das Gefühl, unsere Heldin ernährt sich ausschließlich von Kuchen und anderen Köstlichkeiten und auch Hochprozentigem. Aber warum auch nicht, schließlich findet sich bei nettem Zusammensein so manche Lösung und jeder hat sein Päckchen zu tragen….

Ich war ein bisschen traurig, als ich mich von dieser Truppe literarisch verabschieden musste und vergebe wohlverdiente zehn Punkte.

 

Verlag: Mira Taschenbuch

erschienen: 2019

Seiten: 352

ISBN: 978-3745700374