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Rezension

Rezension // Connie Glynn – Prinzessin undercover: Geheimnisse (Prinzessin undercover #1)

 

© Sonja Kochmann

Lottie träumt seit frühster Kindheit von Prinzessinnen. Seit ihre verstorbene Mutter ihr Märchen vorgelesen hat, trägt sie ein unechtes Diadem mit sich herum und liebt die Disneyprinzessinnen. Als sie es mit einem Stipendium an die Rosewood Hall schafft dekoriert sie ihr Zimmer prinzessinnen-like in rosa und mit Glitzer.

Als Ellie, ihre neue Zimmergenossin, dies sieht, trifft sie fast der Schlag: denn sie ist eine echte Prinzessin und zwar undercover: Sie färbt ihr Haar schwarz und verwüstet ihre Zimmerhälfte mutwillig.

Schnell geraten die beiden aneinander und müssen sich schnell darüber klar werden, ob sie Freundinnen sein können und ob sie einander vertrauen wollen. Den irgendwer ahnt, dass die Prinzessin in diesem Zimmer wohnt. Eine Bedrohung, die nicht zu missachten ist.

Dieses Jugendbuch zeigt in wundervoller Art und Weise Licht- und Schattenseiten auf. Mit einem einfühlsamen und leichten Schreibstil ist es Connie Glynn gelungen, eine neue Jugendbuchreihe um ein Internat zu beginnen, der man einfach folgen muss!

Wir haben hier zum einen Lottie Pumpkin, die nach dem Tod der Mutter um alles Kämpfen muss: Bildung, Geld und einen Platz im Leben. Sie wird von vielen belächelt und sie muss über sich hinauswachsen. Und vertraut mir; sie wird!

Dann gibt es da Ellie oder vollständig gesagt: Prinzessin Eleanor Prudence Wolfson. Sie möchte einfach frei sein. Frei von Zwängen, Erwartungen und Etikette.

Beide lernen auf die harte Tour, dass Schein und Sein nah beieinander liegen. Ob man nun eine Prinzessin von Geburt an oder im Herzen durch die innere Einstellung ist, lernen beide aufgrund der Bedrohung durch die ….. nein, mehr verrate ich nicht.

Das Buch hat natürlich noch eine handvoll Nebencharaktere zu bieten,  wie man sie in diesen Internatsbüchern halt so findet: den Bücherwurm, die arrogante Zicke, die Schleimer, die Nerds…..

“Geheimnisse” ist ein abwechselungsreicher Auftaktband der Lust auf mehr macht. Volle Punktzahl!

Band 2 wurde bereits für Frühjahr 2019 angekündigt.

Verlag: Fischer KJB
erschienen: 2018
Seiten: 400
ISBN: 978-3737341288

Rezension

Rezension // Philip K. Dick – Das Orakel vom Berge

Dieses Buch hat ein Zukunftsszenario kreiert, was man sich kaum vorstellen kann/mag: Was wäre, wenn Hitler und die Achsenmächte den 2. Weltkrieg gewonnen hätten?

Dieses Buch ist bereits vor Jahrzehnten erschienen. Ein echter Klassiker und nun brandaktuell, da daraus von den Amerikanern eine Sere (“The Man In The High Castle”) gemacht wurde, die derzeit immense Einschaltquoten hat.

Obwohl ich in der Schule das Thema 2. Weltkrieg mehr als einmal durch genommen habe, tat ich mich bei diesem Szenario und den Schilderungen etwas schwer. Die Details über Afrika, Stalingrad und die Vielzahl an historischen Personen, die nicht so populär in den Büchern und Medien waren/sind, haben mich teilweise überflutet.

Neben der komplizierten Handlung, um ein Buch, was den Ausgang des Krieges anders darstellt und einen möglichen Umbruch im deutschen Staat, sind Rassenhass und die japanische Kultur erdrückend. Auch die Protagonisten erschienen mir lediglich vom Hass bestimmt und teilweise etwas farblos.

Ein Mahnmal? Ich fand es sehr schwer nachzuvollziehen: Wie kann Rassenhass so bestimmend sein? (Wie weit sind wir heute davon entfernt?) Wie kann ein Buch “I Ging” mit allgemeinen Prognosen mein tägliches Tun derart bestimmen?

Interessant ist dieses Buch alle Mal. Aber halt keine leichte Lektüre. 5 von 10 Punkten, da ich nicht den richtigen Zugang gefunden habe. Dennoch bereue ich es nicht, es gelesen zu haben.

Verlag: Fischer
erschienen: 2014 (1962)
Seiten: 272
ISBN: 978-3596905621

© Sonja Kochmann
Rezension

Rezension // Mark Forsyth – Lob der guten Buchhandlung

Mark Forsyth beschreibt in diesem kleinen Buch, warum es unverzichtbar für einen Buchliebhaber und auch eine Buchliebhaberin ist, eine gute Buchhandlung persönlich aufzusuchen.

Dieses Buch war ein Zufallsfund. Eigentlich kann man dieses Buch auch nur so finden. Denn der Autor beschreibt in seinem Büchlein genau dieses Phänomen. Als Leser (Männlein und Weiblein) kennt man drei Arten von Bücher:

1. Bücher, die man gelesen hat
2. Bücher, die man nicht gelesen hat, deren Titel etc. aber bekannt sind und
3. Bücher, von denen man gar nicht weiß, dass es sie gibt

Die Herausforderung für jeden Leser besteht darin, die Bücher der Kategorie 3 aufzustöbern, denn darin können sich wahre literarische Schätze verbergen. Das Aufstöbern geht auch nur in einer Buchhandlung. Denn in einem Internetshop wird auch nur nach bereits eingegeben Stichworten und Verknüpfungen gesucht.

In der besagten guten Buchhandlung werden die Bücher auf Tischen mit den wunderschönen Covern angeordnet. Die Kunst des Buchhändlers ist es, diese Vielfalt immer qualitativ gut zu halten und optisch zum Stöbern einzuladen.

Ich könnte Euch an dieser Stelle noch viel mehr über das kleine Büchlein erzählen, aber das tue ich nicht. Ich habe jedoch über meine Leseauswahl ein wenig nachgedacht. Ich vergebe volle Punktzahl und hoffe, ihr habt genau wie ich eine gute Buchhandlung, in der dieses Buch erhältlich ist, denn es ist zum Teil nicht mehr lieferbar.

Verlag: Fischer Verlage
erschienen: 2015
Seiten: 39
ISBN: 978-3-596-03610-3

© Sonja Kochmann