Rezension // Ariana Franklin – Die Totenleserin (Mistress of the art of death #1)

Weiblicher historischer Quincy

Nachdem auf grausame Weise ein Junge ermordert wird und die Bevölkerung des betroffenen Landstrichs eine Hetzjagd auf die Juden unternimmt, schaltet König Henry II. ein ungewöhnliches Ermittlungsteam ein, Simon, ein Jude, und die Totenleserin Adelia. Begleitet werden diese von einem Sarazenen.

Viele Vorurteile, Intrigen, Sympathien, eine Romanze und Machtspiele müssen bei den Ermittlungen beachtet werden.

Das Buch ist flüssig zu lesen. Die historischen und medizinischen Erkenntnisse fügen sich schön in die Geschichte ein.

Punktabzug gab es jedoch, dass ich bei vielen Dialogen das Gefühl hatte: “Huch, der hat auch was zu sagen. Ich wusste gar nicht das der dabei ist.” Teilweise hat man erst mitbekommen, das ein Protagonist in der Szene dabei ist, wenn dieser etwas zu sagen hatte. Es kann natürlich sein, das dies an der Übersetzung liegt. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber dennoch ein gutes Buch. Ich vergebe 8 von 10 Punkten.

Natürlich wieder eine Reihe:

01) Die Totenleserin
02) Die Teufelshaube
03) Der König und die Totenleserin
04) Der Fluch der Totenleserin

Verlag: Knaur
erschienen: 2008
Seiten: 496
ISBN: 978-3426634905

Rezension // Anne Hertz – Sahnehäubchen

© Sonja Kochmann

Nina soll die PR für ein Aufreisserbuch für Männer starten, doch sie findet den amerikanischen Schreiberling, der sich für Gottesgeschenk an die Frauenwelt hält, einfach widerlich. Hinzu kommt, dass sie einen Praktikanten vor die Nase gesetzt bekommt, der der Sohn des Verlegers ist.

Der Schreibstil lässt sich gut und schnell lesen. Einige Sprüche fand ich gut. Nina ist eine kernige Person und ich tat mich anfänglich mit dem Buch sehr schwer, da ich mir ständig dachte: “Warum wehrt sie sich nicht?” Teilweise war ich doch sehr genervt von den drei Personen, bis das Buch endlich in eine bestimmte Richtung einschlug. Dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, da ich wissen wollte, wie es weiter geht. Da dies erst ab ca. der Hälfte war, gibt es den Punkteabzug. Ich vergebe 7 von 10 Punkten.

Der Buchinhalt ist mal was Neues und ich musste am Ende doch zugeben, das ich diese Variante des lustigen Liebesromans noch nicht gelesen habe.

Ich werd mich auf jeden Fall noch mal an Anne Hertz versuchen.

Verlag: Knaur
erschienen: 2011
Seiten: 368
ISBN: 978-3426638712

Rezension // Ursula Poznanski – Saeculum

© Sonja Kochmann

Bastian ist Medizinstudent und der Streber schlecht  hin. Um seinem Schwarm Sandra näher zu sein, lässt er sich breit schlagen an einer Mittelalterconvention mitten im Wald teilzunehmen. Doch der das verlängerte Wochenende ist alles andere als romantisch, als ein Teilnehmer verschwindet….ohne Handys, Brille und Co wird der Wald zum Horrortrip.

Der Erzählstil ist packend und flüssig zu lesen. Ich war mir eine ganze Zeit nicht sicher, ob das Buch ein Thriller oder ein Horrorroman ist. Da ich hier nicht zuviel verraten will: Blair Witch lässt grüßen…oder etwa doch nicht????

Die ersten Auflagen haben einen schwarzen Schnitt. Dies passt wundervoll zum Cover und zum Spannungsfaktor des Buches. Leider nicht zu zarten Buchgesichterhänden. Ich hab mich oft an diesen Seiten geschnitten. Wer auf die Optik verzichten mag, sollte sich daher den weißen normalen Schnitt holen.

Da das Buch eine echte Gefahr für die Fingernägel ist, vergebe ich 10 von 10 Punkten.

Verlag: Loewe
erschienen: 2011
Seiten: 496
ISBN: 978-3785570289