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Erotik

Rezension

Rezension // Stefanie London – Bad Boss (New York Bachelors #2)

Nach „Bad Bachelor“ ist „Bad Boss“ der 2. Teil der New York Bachelors. Diese Jungs haben es wirklich nicht leicht mit der Frauenwelt. Denn Dank der Bad Bachelor App werden Männer rezensiert wie ein  gekauftes Paar Schuhe.

Hatte Reed McMahon noch mit massiven Negativbewertungen zu kämpfen, hat Wes ganz andere Probleme mit den positiven Bewertungen aufgrund seiner guten Ausstattung. Mit dem Spitznamen Mr. Anaconda zieht er nun die Blicke auf seine südlich gelegenen Teile und auch seine Ballettproduktion bekommt kaum konservative PR, die es so dringend benötigt. „Out of Bounds“ soll seine Produktion werden.

Als er auf die Tänzerin Remi trifft (bekannt aus Band 1), glaubt er, Primaballerina und Frau seines Herzens gefunden zu haben. Blöd nur, dass Remi die App kennt und Privat- und Berufsleben nicht vermischen will….

Der Schreibstil von Stefanie London hat mir im Vorband sehr gut gefallen. Auch der Hintergrund einer Ballettproduktion erschien vielversprechend. Doch leider wurden die 352 Seiten sehr langatmig. Remi und Wes sind beide gebrannte Kinder und die Überlegungen (Vertrauen ja/nein) und das Anbandeln sind sehr zäh. Auch die dazugehörige Vorgeschichte, die im Vorband bereits startete um Remis Freundinnen Darcy und Annie bringt nichts Neues mit sich.

Durch die kapiteleinleitenden Rezensionen für Wes bekommt man leider auch aufgrund der Anzahl den Eindruck, das Wes eine männliche Schlampe ist, was vermutlich eher witzig sein sollte. Dies verdirbt aber meines Erachtens den Protagonisten unnötig.

Intrige und Liebe hinter dem Broadwayvorhang sind genug vorhanden. Doch diese Aspekte kommen leider etwas zu kurz.

Die Kritik an anonymisierter Bewertungen oder der digitalen Distanz auf sozialen Plattformen ist nicht neu, gewinnt aber immer mehr an Bedeutungen.

Ich vergebe daher 6 von 10 Punkten und bin dennoch auf Annie gespannt, die als Gründerin der Bad Bachelor App ja eine spektakuläre Geschichte auf Lager haben muss, um so ein Bedürfnis zu haben, mit der Männerwelt abzurechnen.

 

Verlag: Forever

erschienen: 2019

Seiten: 352

ISBN: 978-3958183476

Rezension

Rezension // Emma Chase – Prince of Passion – Nicholas (Prince of Passion #1)

Braucht die Welt nach Geneva Lee noch eine Royal Romance? Jaaaaaaaaaaaa, unbedingt und Emma Chase hat mich bereits auf den ersten Zeilen eingefangen und ist damit ernst zu nehmende Konkurrenz für Geneva Lee!

Kronprinz Nicholas von Wessco bekommt von der Queen die Pistole auf die Brust gesetzt: in spätestens 5 Monaten soll er seine Verlobung bekannt geben, um die Monarchie zu sichern und das Ansehen beim Volk zu verbessern.

Als sein Bruder Henry über die Stränge schlägt, reist er nach New York, um diesen zurückzuholen und die letzten Wochen in Freiheit zu genießen.

Als er in einem kleinen Coffee Shop die Kellnerin Olivia kennenlernt, will er diese Gnadenfrist mit allen Sinnen genießen und ahnt nicht, was sich alles ändern wird.

Emma Chase gelingt es durch kapitelweisen Perspektivwechsel beide Protagonisten ins rechte Licht zu rücken. Fetzige Dialoge und ereignisreiche Szenen bieten die Grundlage für fliegende Funken bis zum flächendeckenden Feuer, denn die beiden können die Finger nicht voneinander lassen.

Olivia ist bodenständig und muss nach dem Tod der Mutter für ihre Schwester und ihren Vater den Coffee Shop führen, da der Vater aufgrund von Trauer sich mehr um den Alkohol als um die Familie kümmert.

Als dann Nicholas mit seinem Gefolge bei ihr im wahrsten Sinne des Worts hineinschneit und ihr ein unmoralisches Angebot macht, pfeffert sie ihm mangels Wissens, um wen es sich da eigentlich handelt, einen Pie ins Gesicht.

Von dieser aufbrausenden Art angetan, kommt Nicholas natürlich wieder. Es zeigt sich nämlich, dass Nicholas Leben ein Haifischbecken ist. Schein und Sein sind die Tagesordnung und er kann nie sicher sein, wem er vertrauen kann. Da ist Olivias natürliche und ehrliche Art genau das, was er braucht.

(Nicholas und Henrys Lebensläufe weisen übrigens sehr große Ähnlichkeiten mit denen von den Prinzen William und Harry von Wales auf.)

Zweifel, Verpflichtung und Politik drohen alles zu zerstören. Doch Nicholas und Olivia haben, Gott sei Dank, noch fleißige Berater, die ich als Nebenprotagonisten bzw. zukünftige Hauptprotagonisten sehr gelungen fand. Wir haben da Ellie, Olivias Schwester, Logan, Tommy und James, die Bodyguards, den Kellner Marty und natürlich Simon mit seiner Frau und Prinz Henry.

Henry und Logan bekommen laut Verlagsvorschau jeweils ein eigenes Buch und die Ansätze für ihre Geschichten sind bereits da und ich bin schon ganz doll gespannt, wie es weiter geht.

Meinetwegen kann die Autorin mit allen ganz viele Bände weiter schreiben, da ich tatsächlich auf diesen romantischen Kitsch stehe: volle Punktzahl.

 

Verlag: Rowohlt Taschenbuch (Kyss)

erschienen: 2019

Seiten: 368

ISBN: 978-3499273919

Rezension

Rezension // Jessica Clare – Wild Games: Ein verführerisches Spiel (Wild Games #4)

Juhu, es geht weiter mit dem literarischen Reality-Format; denn Jessica Clare nimmt die amerikanische TV-Landschaft als Grundlage für ihre erotischen Liebesromane.

In diesem vierten Band geht es in die Sendung „House Guests“. Dies sagte mir zwar anfänglich gar nicht, aber diese amerikanische Sendung wird wohl die Grundlage für die uns bekannte Sendung „Big Brother“ sein.

Geld. Geld löst Probleme und da Kandis aufgrund der Spielsucht ihrer Mutter jede Menge davon hat, zieht sie in das TV-Haus ein. Auch Liam, Katy und Brodie sind wieder mit dabei. Bereits durch Band 2 „Mit einem einzigen Kuss“ ist uns dieses Trio bekannt. Wer die Reihe bislang nicht kennt, kann aber bedenkenlos weiterlesen, da die Geschehnisse unabhängig voneinander erzählt werden und Querverweise gegeben werden.

Kandis bekommt vom Regieassistenten den Hinweis, dass in dieses TV-Haus drei Arten von Bewohner einziehen: Superfans, Mactors (also Models und Actors) und abgebrannte Tussen. Und davon gibt es jede Menge! Alle wollen Gewinnen und so vergeht dieses Mal jedoch sehr viel Zeit mit dem Schmieden von Bündnissen. Dieses Drittel fand ich streckenweise sehr zäh und wahr vermutlich auch der Grund, warum ich nach dem ersten Reiz auch damals Big Brother nicht großartig weiter verfolgt habe.

Die Besonderheit des TV-Hauses? Es spukt. The Magnolias ist ein altes Haus mit Geschichte und so wird so manche Nacht auf gruselig getrimmt, um die Bewohner um den Schlaf zu bringen. Auch die Challenges enthalten gruselige bis ekelige Elemente. Trash-TV vom Feinsten. Man kann einfach nicht wegschauen.

Kandis findet von Anfang an Jendan sympathisch und verspricht ihm, ihn bis zum Finale zu unterstützen, wenn dies auf Gegenseitigkeit beruht. Blöd nur, wenn man den Bad Boy Brodie zugeteilt wird, der mit allem flirtet, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist und einen selbst nicht kalt lässt! Kandis Blut gerät ein ums andere Mal aus Wut und Leidenschaft in Wallung.

Doch sind strategische Überlegungen die Grundlage oder ist es Liebe?

Das wird der Leser erst im spannenden Finale erfahren. Ich vergebe 9 von 10 Punkten, da ich diese TV-Sendung als Grundlage nicht so ereignisreich fand, wie in den Vorbänden.

 

Verlag: Bastei Lübbe

erschienen: 2019

Seiten: 368

ISBN: 978-3404177578