Rezension // Michael Tsokos – Mit kaltem Kalkül (Sabine Yao #2)

Sabine Yao, Tsokos Fans bekannt aus „Mit kalter Präzision“, bekommt neue Fälle zugewiesen.

(Wer Fred Abel, Paul Herzfeld, Justus Jarmer oder Sabine Yao bisher nicht kennt, kann jedoch unbesorgt zugreifen. Das Buch ist in sich abgeschlossen wie z.B. eine Tatortfolge mit bekannten Ermittlern. Irritierend fand ich, dass dieser Band als Fortsetzung beworben wurde, obwohl es lediglich ein neuer Band einer Reihe ist.)

In einem Wald werden zwei in schwarze Samtkleider aufgehängte Tote gefunden und in einer Bauwagensiedlung wird eine männliche Leiche zwischen Kinderspielzeug und Fetischverkleidung entdeckt. Zusammen mit der LKA-Ermittlerin Monica Monti begibt sich Sabine Yao auf Wahrheitssuche.

Was die beiden nicht wissen, der jordanische Ex-Geheimdienstler Khalaf sucht in einer Siedlung in Neukölln nach dem verschwundenem 8jährigen Yasser und muss feststellen, dass dieser nicht das erste Kind aus der Siedlung ist, das verschwunden ist. Mehr und mehr wird klar, die Siedlung birgt eine Art Schattengesellschaft aus der nicht so einfach die Wahrheit ans Licht dringt.

Tsokos Fachwissen ist nichts für schwache Nerven, denn hier werden die Autopsien detailreich geschildert. Beim Lesen hatte ich erstmalig Probleme die Handlungsstränge von Sabine Yao, Khalaf und Monica Monti gedanklich zu sortieren. Hinzu kam, dass hier Todesfälle in die Haupthandlung eingefügt wurden, die unrelevant für eigentliche Handlung sind. Dies lies keine gewohnte Spannung aufkommen und ich habe mich teilweise wirklich gequält und war am Ende ein bisschen ratlos. Ich vergebe 6 von 10 Punkten.

 

Verlag: Knaur TB

erschienen: 2024

Seiten: 368

ISBN: 978-3426528723

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