Rezension // Leandra Seyfried – Tricking A Bad Boy (Sons of Chicago #1)

Mafiosi sind die neuen Millionäre. Wobei ein guter Mafioso vermutlich auch ein Millionär ist…auf jeden Fall sind sie düster, geheimnisvoll und gefährlich. Das und die Tropes bad girl x bad boy, fake dating, forbidden love, forced proximity und enemies to lovers, die im young adult Bereich derzeit immer genannt werden müssen, scheinen derzeit gut anzukommen. (Ob dies nun die richtige Sichtweise auf gleichberechtigte Partnerschaft vermittelt, ist ein anderes Thema.)  Zu diesem Buch bin ich auch aufgrund des sehr individuellen Covers/Schnitts und des Klappentextes gekommen:

Nova ist Geheimagentin zur Ausbildung. Ihr Ziel: So viele Informationen wie möglich über die Gang der „Silver Nightshades“ zu sammeln, um in der CIO (Central Intelligence Organization) aufzurücken und dadurch die Chance zu bekommen, Ihre verschwundene Schwester wiederzufinden.

Der Plan: Mal eben im Hauptquartier der Gang einsteigen und…dem Sohn des Bosses in die Arme laufen. Schöne Sch&5$%. Doch irgendwas ist zwischen den beiden und so zwingt Dan Conway Nova, sich als seine Freundin auszugeben, um seine persönlichen Ziele erreichen zu können. Ein Spiel mit dem Feuer beginnt, denn schon nach ein paar Seiten wird klar, zwischen den beiden knistert es ordentlich.

Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen und die Dialoge sorgten für Dynamik, so dass ich schnell im Buch versunken bin. Erinnert hat mich das Buch ein wenig an die Serie „Nikita“, die Ende der 90iger im TV lief.

Ab der Mitte des Buches stellte ich mir doch immer wieder die Frage, wenn die CIO oder die Silver Nightshades doch so gut sind (wie am Anfang des Buches betont) warum merken diese nicht schon früher, das hier etwas nicht läuft, wie es laufen soll? Egal, es kam ja ordentlich Spannung auf und tatsächlich kommt die Action auch nicht zu kurz.

Natürlich findet sich eine Spur der verschollenen Schwester, die ausgerechnet zur konkurrierenden Gang „Serpents“ führt. Als dann noch….nein, mehr verrate ich nicht, da es gibt einige interessante Entwicklungen mit Dans Verwandtschaft, Novas Verbündeter in der CIO und mit Leuten, die vorgeben etwas zu sein, was sie nicht sind. Genaueres werden wir wohl erst im Juni 2026 erfahren, da das Buch mit mehreren Cliffhangern endet.

Aufgrund der „kleinen Längen“ in der Mitte und der Frage, ob Macht und Unwissenheit in diesem Buch so zusammenpassen, vergebe ich 8 von 10 Punkten, bin aber doch extrem neugierig, wie es ausgeht.

 

Verlag: Cove

erschienen: 2026

Seiten: 432

ISBN: 978-3551586223

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