Rezension // Sarah Addison Allen – Das Wunder des Pfirsichgartens

In einem kleinen Örtchen in North Carolina steht ein besonderes Ereignis an. Die Gründung des Damenclubs jährt sich und die Enkelinnen der Gründerinnen, Paxton und Willa, stoßen ungewollt auf ein Geheimnis, das eine Reihe von Ereignissen auslöst. Oder gibt es magische Hilfe?

Ich gebe zu, dass ich ohne das Cover vermutlich nicht zugegriffen hätte, denn derzeit gibt es einige Bücher, die sich um die Entdeckung von Familiengeheimnissen drehen. Aber dieses grüne orange Cover mit den schönen Pfirsichen darauf – zu dieser kalten grauen Jahreszeit – musste dann doch sein.

Der Aspekt der Magie, Geister, Ahnen etc. war mir am Anfang des Buches etwas suspekt. Denn die Geschichte des Damenclubs und des Pfirsichbaumes mit seinem verborgenen Geheimnisses hätte meiner Meinung nach die Geschichte allein getragen.

Die Magie lässt die Enkelinnen Paxton und Willa an die alten Geschichten der Großmütter denken und irritiert den Leser doch in so mancher Szene. In einigen anderen Szenen fand ich sie doch wiederum passend. Denn alte Fotokisten und Erinnerungsstücke, die älter als 50 Jahre alt sind, haben doch etwas Magisches und sind die Wurzel der eigenen Vergangenheit.

Der Kleinstadtcharme wird hier gepaart mit der Problematik, dass jeder jeden kennt und seine vorgefertigte Meinung hat, so dass die Heldinnen Paxton und Willa in ihre Rollen hinein gewachsen sind und fast nicht mehr hinauskommen. Doch das Familiengeheimnis schweißt die beiden auf wundersame und doch glaubwürdige Art und Weise zusammen und gibt beiden die Möglichkeit, einen neuen Lebensabschnitt  zu beginnen.

Die eingebaute Kaffeewissenschaft von Willas Mitarbeiterin fand ich zum Schmunzeln, obwohl ich bei diesem Buch tatsächlich einen heißen Pfirsichtee getrunken habe: 7 von 10 Punkten.

 

Verlag: Goldmann
erschienen: 2014
Seiten: 288
ISBN: 978-3442479511

 

© Sonja Kochmann

 

Rezension // Holly Greene – Das Glücksarmband

Molly arbeitet in einem Second Hand Laden der gehobenen Klasse. Eines Tages findet sie in einer Jackentasche ein Glücksarmband. Da sie selbst ein solches Armband besitzt, das ihr auch lieb und teuer ist, beschließt sie die Besitzerin ausfindig zu machen, um ihr dieses zurück zu geben. Doch diese Suche beginnt etwas Besonderes zu werden….

Molly hat viel erlebt im Leben. Ihre einzelnen Stationen im Leben – gute wie schlechte – sind durch ihre Armbandanhänger gekennzeichnet. Eine Romanheldin, bei der nicht alles glatt läuft und die sich wunderbar in ihre Mitmenschen einfühlen kann. Sie selbst kommt dabei nur leider zu kurz. Doch durch die Suche nach der Besitzerin des Armbandes gerät sie ins Grübeln.

Was ist tatsächlich wichtig im Leben? Ihre Mutter, ihr Sohn, ihre Chefin, ihr unverlässlicher Exmann und einige aufgestöberte Personen bilden eine stimmige Gruppe um Molly, die ich bereits nach ein paar Seiten ins Herz geschlossen habe.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber die Autorin hat es geschafft, dass sich alles harmonisch ineinander fügt.

Das Buch spielt zeitlich in der Vorweihnachtszeit bis Sylvester in New York, so dass ich vor meinem geistigen Auge die funkelnden Lichter New Yorks hatte, die man so aus dem TV kennt.

Ein empfehlenswerter Roman für die Weihnachtszeit, für Leser, die was “mit Herz” suchen und für Männer ein geeignetes Mitbringsel, wenn es nicht für einen Charm reichen sollte oder der Anhänger so klein aussieht, dass man(n) noch etwas dazu schenken will. TOP – volle Punktzahl!

Verlag: Rowohlt
erschienen: 2013
Seiten: 464
ISBN: 978-3499267239