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Rezension

Rezension // Marc-Uwe Kling – Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat (#4)

Luisa, Mama und Oma machen einen Wellness-Tag. Wofür man das wohl braucht, fragt sich Tiffany und da sie gerade Küsschen und sowas ätzend findet, verschwindet sie in der Badewanne. Papa, eigentlich sogar ein Profi-Papa, will nur ein bisschen Lesen, als ein Problemchen auftaucht. Ein nasses Problemchen und zwar im ganzen Bad!

Wie Tiffany das hinbekommen hat? Und ob das wirklich schlimm oder vielleicht witzig ist, das wird natürlich im Stile der uns bereits bekannten Familie ausgiebig besprochen. Dies ist nämlich inzwischen das vierte Buch der von Marc-Uwe Kling geschaffenen und von Astrid Henn gezeichneten Chaosfamilie. Immerhin hat Oma schon das Internet und Opa den Wasserkocher kaputt gemacht und Papa, der hat es natürlich wieder schwer.

Die Sichtweisen eines Kindes können ja auch überaus interessant sein. War das Ironie? Naja, zu mindestens versucht man hier Ironie zu erklären, was überaus witzig geworden ist. Das nasse Drama ist natürlich steigerungsfähig, da Opa mithilft und schließlich haben ganz Viele nasse Socken.

Warum Olaf Bundeskanzlerin werden durfte, ist aber mein persönliches Highlight. Ein besonders Lob auch an Astrid Henn für diese tollen Zeichnungen. Ich vergebe volle Punktzahl für RMS Tiffanic und ihre Familie, die uns hoffentlich noch weiteres Chaos in den Alltag bringen wird.

 

Verlag: Carlsen

erschienen: 2022

Seiten: 72

ISBN: 978-3551521682

Rezension

Rezension // Marc-Uwe Kling – Das NEINhorn und die SchLANGEWEILE (Das NEINhorn #1)

Wir sind zurück im Herzwald: dort wo alle gliglaglücklich sind….alle bis auf das NEINhorn, das streitet sich mal wieder mit der KönigsDOCHter und weil es von Reimen und allem anderen die Einhornschnauze gestrichen voll hat, macht es sich allein auf den Weg und landet im Urwald bei der SchLANGEWEILE. Ein gelangweiltes Tier mit lusssssstigem Sprachfehler.

Auf die neue witzige Geschichte von Marc-Uwe Kling mit den tollen Bildern von Astrid Henn waren wir schon ordentlich gespannt. Schließlich bietet dieser Haufen ordentlich Zündstoff für lustige Dialoge: das NEINhorn mit seiner Antihaltung, die KönigsDOCHter ist rechthaberisch ohne Ende, der WASbär versteht eh nix und dem NahUND ist alles egal. Da friedlich mit einander umzugehen, scheint unmöglich und wenn es dann noch langweilig wird….oha.

Die SchLANGEWEILE ist auch noch äußerst unzufrieden. Was man da wohl machen kann?

Auf Erkundungstour gehen. Und Ihr werden mitbelohnt, denn es gibt eine riesige Ausklappseite mit einem heftig krassen Ausblick. Die Anleitung zum Klappen findet sich am Rand. Aber fragt beim Einklappen auch gern nach Hilfe, denn die Seite wird gaaaaaaaaaaaaaaaanz lang. Und weil man so einen Ausblick am besten mit seinen Freunden genießt, muss das Einhorn feststellen, dass man Langeweile am besten mit Freunden angeht. Da ist was Wahres dran oder?

Die Texte sind wieder sehr gelungen und haben neben den bekannten sprachlichen Tricks auch noch den lispelnden Sprachfehler der Schlange im Programm. Die kann man nicht schlinks schliegen schlassen. Auch ein paar Anspielungen für Erwachsene sind enthalten oder ist der Autor möglicherweise Dirty Dancing geschädigt, wenn das Einhorn auf seinen Tanzbereich verweist? (Zum Schmunzeln hoch 3.)

Wem jetzt noch langweilig ist, der bekommt zu tun: Ihr könnt der SchLANGEWEILE ins Freundschaftsbuch schreiben, der Doppelseite mit den Tieren den richtigen Namen zu ordnen, den Mützenklau der Zwergvogel aufklären oder das Schleiterspiel spielen. Einen Verweis zur Homepage des NEINhorns gibt es auch, da können auch noch Ausmalbilder und Bastelanleitungen ausgedruckt werden. Wir haben ein NEINhorn gemalt und vergeben volle Punktzahl für die streitlustigen Freunde.

 

Verlag: Carlsen

erschienen: 2021

Seiten: 54

ISBN: 978-3551521286

Rezension

Rezension // Marc-Uwe Kling – Das NEINhorn (#1)

Im Herzwald ist was los: dort wo alle superduper drauf sind und vor Reimerei und Glückseligkeit kaum aus den niedlichen Äuglein gucken können, wird ein kleines Einhorn geboren, doch das reiht sich nicht in die Reihe der glücklichen Gesellen ein. Es ist ein kleines ärgerliches Etwas. Schnell heißt es wie sein liebstes Wort: Nein….das NEINhorn! Durch die Antihaltung und dem Augen Rollen war uns das Pferd mit Horn gleich sympathisch.

Das Land der Träume läuft über vor lustigen Alliterationen und Reimen. Hier wird auch fast keine Rücksicht auf Rechtschreibung genommen…bis der Rotstift kommt und korrigiert. Eine witzige Art die Handlung zu erzählen. Garniert mit schönen Bildern von Astrid Henn macht sich das kleine zickige Etwas aber auf den Weg und lernt neue Wegbegleiter kennen, die auch nicht wirklich der Norm entsprechen: ein Waschbär, der nicht zuhört, ein Hund, dem alles egal ist und eine Prinzessin, die immer Recht haben will.

Die Dialoge dieser neuen Gefolgschaft sind manchmal ein bisschen wie Flüstern mit Leuten mit langer Leitung…..Was? Nein! Na und! Doch!….für die älteren Semester….irgendwie hat mich das Buch an Louis de Funès erinnert….was es im Herzwald noch für Tiere gibt erfahren wir auf den letzten Seiten und diese sind für mich (fast) das Highlight des Buches, denn jeder hat mal solche Kameraden wie den Angebär, die Heule, den Jammerhai, den Gegenwurm und noch viele mehr getroffen. (Wir haben dieses Buch schon vor einer Weile gelesen, aber es nochmals herausgesucht, da die Fortsetzung den Weg zu uns gefunden hat. Seid gespannt!)

Wir vergeben volle Punktzahl für dieses Antieinhorn mit eigenem Willen.

 

Verlag: Carlsen

erschienen: 2019

Seiten: 48

ISBN: 978-3551518415